Internationaler Welttag der Kokosnuss

Wenn einer Frucht ein internationaler Feiertag gewidmet wird, muss an dieser Frucht etwas Besonderes sein. Und nachdem Du diesen Artikel gelesen hast, wirst Du erstaunt sein, was so alles in der Kokosnuss steckt. Denn sie ist nicht einfach nur so eine hohle Nuss – in der Kokosnuss stecken viele wertvolle Stoffe, weshalb sie sowohl in der Küche als auch im Bad in vielen Produkten zu finden ist. Selbst Handwerker können der Kokosnuss etwas abgewinnen. Abgesehen davon ist die Kokosnuss nicht mal eine Nuss – sondern eine Steinfrucht. Aber lass Dich überraschen…

➥ Autor: Marén Kalz

➥ Meine Produktempfehlung:

Hintergründe zum Welttag der Kokosnuss

Der Welttag der Kokosnuss wurde 2009 von der Asian and Pacific Coconut Community (APCC) ins Leben gerufen. Die APCC ist eine zwischenstaatliche Organisation, die seit 1969 die Interessen der Kokosnuss-Industrie vertritt. APCC vertritt ca. 90% des weltweiten Anbaus und Exports der Kokosnuss. Jedes Jahr steht der Welttag unter einem anderen Thema – 2022 geht es um das Thema: Kokosnuss-Wachstum für eine bessere Zukunft und ein besseres Leben. Einerseits soll das Leben der Bauern verbessert werden und andererseits sollen Innovationen rund um Anbau, Ernte und Verkauf vorgestellt und implementiert werden. Des Weiteren soll die Öffentlichkeit über die positiven Effekte der Kokosnuss auf wirtschaftliche, soziale und umweltpolitische Aspekte aufgeklärt werden. (1)

Wissenswertes zur Kokospalme

Kokospalmen werden vermutlich schon seit mindestens 3000 Jahren angebaut. Die Palmen sind sehr robust und widerstandsfähig – sie trotzen selbst den schweren Stürmen. Man findet die Kokospalmen im gesamten Tropengürtel, denn sie brauchen mindestens 20 Grad und viel Niederschlag. Es gibt hunderte verschiedene Kokosnussarten, einige von ihnen können bis zu 120 Jahre alt werden.

Die Palmen tragen das ganze Jahr über Früchte in unterschiedlichen Reifegraden, sodass man das ganze Jahr über Kokosnüsse ernten kann. Eine Palme kann 30 – 150 Kokosnüsse pro Jahr liefern. Aber die Früchte, die wir im Geschäft kaufen, sind eigentliche der Stein, die Schale wird direkt bei der Ernte entfernt. Da der Baum und seine Früchte so vielfältig sind, wird die Palme auch Baum des Lebens, Himmelsbaum oder Baum der Fülle genannt. Die Kokosnusspalme ist einer der wenigen Gewächse, von denen wirkliches alles verarbeitet wird.

Das Holz, die Fasern und die Blätter der Palme werden als Baumaterial z.B. für Hütten, Dachbedeckung und zum Flechten von Hauswänden verwendet. Aber auch Boote, Möbel, Seile, Matten und verschiedene Gebrauchsgegenstände wie Körbe, Schalen, Schmuck und Besteck können produziert werden. Die getrockneten Kokosnussschalen dienen als Brennmaterial. (2)

Foto: @puhimec via envato.elements

Die Kokosnuss im Badezimmer

Kokosnussöl für die Haut

Das Kokosöl kann für die Gesichtspflege und für den gesamten Körper verwendet werden. Es versorgt Deinen Körper mit viel Feuchtigkeit, reguliert den Säure-Basen-Haushalt Deiner Haut, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und beruhigend auf gereizte oder schuppige Haut. Des Weiteren unterstützt Kokosöl die Regeneration der Talgproduktion und hilft so bei fettiger Haut genauso wie bei trockener Haut. Auch als Make-up-Entferner ist Kokosnussöl sehr gut geeignet. Kokosbutter oder -öl kann in die tägliche Reinigungsroutine eingearbeitet werden. Einfach einmal täglich wie Seife auftragen und 5 Minuten einziehen lassen, danach gründlich mit warmen Wasser abspülen.

Kokosnussöl für die Haare

Besonders trockene und strapazierte Haare profitieren von dem reichhaltigen und pflegenden Kokosnussöl. Die Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt, fühlen sich geschmeidig an und erhalten ihren natürlichen Glanz zurück. Auch die trockene, fettige oder zu Schuppen neigende Kopfhaut freut sich über die regulierende Wirkung des Öls. Dazu einmal in der Woche Kokosbutter oder -öl ins feuchte Haar einmassieren und 45 Min einziehen lassen. Danach gründlich ausspülen und wie gewohnt frisieren.

Kokosöl ist nicht nur für das menschliche Haar gut geeignet, sondern es kann auch in das Fell von Hunden oder Pferden eingearbeitet werden. Bei Tieren dient es nicht nur der Fellpflege, sondern wehrt auch Zecken ab. Katzen mögen Kokosöl weniger und neigen dann zu vermehrtem Fell putzen. (3)

Foto: @Wavebreakmedia via envato.elements

Kokosnussöl für die Zahnpflege

In der Zahnpflege ist vor allem das Ölziehen bekannt. Dazu nimmt man ein EL Kokosnussöl und spült damit ca. 20 Minuten seinen Mundraum und zieht das Öl durch seine Zahnzwischenräume. Anschließend wird das Öl auf ein Papiertuch gespuckt und über den Hausmüll entsorgt. Nach dem Ölziehen spült man den Mund mit warmen Wasser aus und putzt sich ganz normal die Zähne.

Das Ölziehen wirkt sich nicht nur auf den Mundraum aus, sondern auf den gesamten Körper. Bekannt geworden ist das Öl ziehen schon vor 3000 Jahren in der ayurvedischen Lehre. Es heißt, dass Ölziehen eine entgiftende Wirkung hat, entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und auch chronische Erkrankungen lindern kann. Außerdem wird der Magen-Darm-Trakt gestärkt. (4)

DIY-Tipp: Bodylotion mit Kokosöl

250 ml Kokosnussöl und 200 gr. Kakaobutter im Wasserbad erhitzen. Nach Belieben ätherische Öle hinzugeben (z.B. Orangenöl) und unterrühren. Danach lässt man die Masse etwas abkühlen und schlägt sie mit einem Mixer noch einmal auf. Dann füllt man die Masse in Gläser und stellt sie in den Kühlschrank. Die Lotion ist innerhalb von 3 Monaten zu verbrauchen.

DIY-Tipp: Hautpeeling aus Kokosnussöl

100 ml Kokosöl, 100 ml Olivenöl und 100 gr. Meersalz in einem Wasserbad vermischen, damit eine breiige Konsistenz entsteht. Das Peeling auf die feuchte Haut auftragen und nach ein paar Minuten mit warmem Wasser abspülen.

Foto: @BrianAJackson via envato.elements

Die Vitalstoffe in der Kokosnuss

Capryl-, Caprin- und Laurinsäure

  • mittelkettige Fettsäuren
  • vom Körper sofort zur Energiegewinnung genutzt
  • können kaum gespeichert werden – hilft beim Abnehmen
  • Positive Wirkung auf das Immunsystem
  • bekämpfen viele Krankheitserreger
  • Senkung des Cholesterinspiegels

Ballaststoffe

  • Halten Darmtrakt gesund
  • Hilft gegen Verstopfung
  • Schützen vor Diabetes
  • Senken Blutzucker

Vitamine

  • Vitamin C
    • Viele Stoffwechselreaktionen
    • Aufbau von Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch
    • Antioxidans; schützt vor Zellschäden
    • Aufbau von Hormonen
  • Vitamin B3 – Niacin
    • Bestandteil wichtiger Coenzyme
    • Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fette und Eiweiß
    • Energiestoffwechsel
    • Zellteilung
    • Immunsystem
  • Vitamin B7 – Folsäure
    • Teilung, Neubildung und Regeneration von Zellen
    • Stoffwechsel bestimmter Aminosäuren
    • Wachstum von Embryos
  • Vitamin E
    • Antioxidative Wirkung
    • Immunsystem
    • Blutgerinnung
    • Entzündungsreaktion

Foto: @sboowj via envato.elements

Mineralstoffe

  • Mengenelemente
  • Kalium
    • Wichtig für Wasserhaushalt
    • Säure-Basen-Haushalt
    • Weiterleitung von Reizen und Nervenimpulsen
    • Regulation des Blutdrucks
  • Kalzium
    • Festigkeit von Knochen und Zähnen
    • Reizübertragung in Muskeln und Nerven
    • Blutgerinnung
  • Natrium
    • Elektrolyt- und Wasserhaushalt
    • Regulation Flüssigkeitsvolumen
    • Blutdruck
    • Säure-Basen-Haushalt
  • Phosphor
    • Bestandteil von Knochen, Zähne und Zellen
    • Energieproduktion und -speicherung
    • Säure-Basen-Haushalt
  • Spurenelemente
  • Eisen
    • Sauerstoffversorgung des Blutes
    • Für Blutbildung
    • Gehirnentwicklung
    • Verschiedene Stoffwechselprozesse
  • Zink
    • Aktivator zahlreicher Enzyme
    • Verarbeitung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen
    • Immunsystem
    • Sexuelle Entwicklung und Fruchtbarkeit
  • Kupfer
    • regt Gehirnfunktionen an
    • Immunsystem
    • Knochen, Blutgefäße, Nerven
    • Pigmentierung von Haut und Haaren
  • Selen
    • Regulation Schilddrüsenhormone
    • Abwehr freier Radikaler
    • Fruchtbarkeit des Mannes

(5)

Foto: @elmedoks via envato.elements

Kokosnusswasser

Das Kokoswasser wird überwiegend von der jungen grünen Kokosnuss gewonnen, weil sie deutlich mehr Wasser enthält als die reifen braunen Kokosnüsse. In einer Nuss sind bis zu 0,5 l Kokoswasser enthalten. Das Fruchtfleisch der grünen Kokosnuss wird dann zu Kokosmilch oder Kokosöl verarbeitet.

Kokosnusswasser wird häufig als isotonisches Getränk von Sportlern genutzt, denn viele der oben angegebenen Nährstoffe sind vor allem im Kokosnusswasser enthalten. Mit nur 2,6 gr. Eigenzucker auf 100 gr. Wasser enthält das Kokosnusswasser lediglich 19 kcal. Somit gilt Kokosnusswasser als gesunde Alternative für süße, ungesunde Limonaden. (6)

Kokosnussfleisch

Das Kokosnussfleisch ist die Basis folgender Kokosnussprodukte: Kokosnussmilch, Kokosnussöl, Kokosnussbutter, Kokosnussmehl und Kokosnussraspeln.

Kokosnussfleisch passt hervorragend in Müsli, Obstsalat, Eis, Smoothies, Cocktails, Gebäck oder anderen Desserts. Gekocht gibt es Currys oder anderen asiatischen Gerichten den besonderen Geschmack.

Kokosnussmilch

Kokosmilch wird aus einem Püree aus Kokosfleisch und Kokoswasser gewonnen. Die Milch enthält wesentlich mehr Fett als das Wasser und kann als fettärmere Alternative zu Sahne verwendet werden.

Foto: @motghnit via envato.elements

DIY-Tipp: Milchreis aus Kokosmilch

1 L Kokosmilch, 250 gr. Milchreis, 2 Kardamom, 2 Nelken und 1 TL Kristallzucker für 15-20 Min zum Kochen bringen. Dann auf 4 Dessertschalen verteilen und abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Zimt, Honig, Bananen oder scharfer Chili verfeinern. (Pro Portion 241 kcal) (7)

Kokosnussöl / Kokosbutter

Sowohl das Kokosnussöl als auch die Kokosnussbutter werden aus dem getrockneten Kokosfleisch gewonnen. Nachdem das Fruchtfleisch getrocknet wurde, wird es zerkleinert und durch Pressung in Ölmühlen wird das Öl gewonnen. Um Kokosbutter zu gewinnen, wird das Kokosöl raffiniert und desodoriert. Sowohl das Öl als auch die Butter sind nach der Öffnung bis zu 2 Jahre haltbar, wenn sie kühl gelagert werden. Die Pressreste werden zu Kokosmehl verarbeitet oder dienen als nahrhaftes Tierfutter.

Kokosfett kann in der Küche zum Backen und Braten verwendet werden. Da es viele ungesättigte Fettsäuren enthält ist Kokosfett vielen anderen Alternativen vorzuziehen. (8)

Kokosmehl

Kokosmehl ist eine gesunde Getreidemehlalternative und ist auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit hervorragend geeignet. Des Weiteren enthält Kokosmehl viele Ballaststoffe und hält deshalb lange satt. Man kann das Mehl nicht nur zum Backen nutzen, sondern auch zum Andicken von Soßen. (9)

Foto: @Prostock-studio via envato.elements

Kokosblütensirup

Kokosblütensirup und Kokosblütenzucker sind eine leckere Alternative zu Haushaltszucker. Zur Gewinnung von Kokosblütensirup oder -zucker werden die Blütenstände der Palmen angezapft. Der so gewonnene Saft wird eingekocht und dann abgefüllt. Dieser Sirup hat einen niedrigen glykämischen Index und einen hohen Kaliumgehalt. Man kann diese Süßungsmittel überall dort einsetzen, wo man sonst Zucker oder Honig verwendet.

DIY-Tipp – sommerliches Erfrischungsgetränk mit Kokosblütensirup

1-2 TL Kokosblütensirup in ein Glas Mineralwasser geben und mit einem Spritzer Zitrone und Vanille abschmecken. 3-4 Eiswürfel hinzugeben – voila, fertig ist Dein erfrischendes Sommergetränk.

Quellenverzeichnis:

1.) www.coconutcommunity.org/files/document/wcd_proposal_2022.pdf; abgerufen 21.08.2022
2.) www.kuriose-feiertage.de/world-coconut-day; abgerufen 21.08.2022
3.) www.krankenkassenzentrale.de/produkt/kokosoel; abgerufen am 30.08.2022
4.) www.freundin.de/lifestyle-gesundheit-ayurveda-oelziehen; abgerufen 30.08.2022
5.) www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/vitamine-mineralstoffe.html; abgerufen 30.08.22; www.ainoha.com/de/magazin/superfood/warum-ist-die-kokosnuss-eigentlich-so-gesund; abgerufen 30.08.22
6.) www.krankenkassenzentrale.de/produkt/kokosnusswasser; abgerufen am 30.08.2022
7.) www.krankenkassenzentrale.de/wiki/ayurveda; abgerufen am 30.08.2022
8.) www.krankenkassenzentrale.de/produkt/kokosbutter; abgerufen 30.08.2022
9.) www.kopfnuss.me/kokosfleisch-was-macht-man-damit; abgerufen am 30.08.2022

Dieser Welt der Gesundheit Artikel ist urheberrechtlich geschützt und darf von anderen Webseiten, Blogs oder sonstigen Plattformen ohne Rücksprache inhaltlich nicht übernommen bzw. kopiert werden! Ausschnitte des Artikels dürfen ausschließlich, mit der Originalquelle geteilt werden.

Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

Gefällt dir der Artikel? Dann Teile ihn ganz einfach

Ihre Spende unterstützt uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen Beitrag zu unserer Arbeit freuen! Spenden Sie jetzt ganz einfach über Paypal.

Newsletter abonnieren

Spannende Informationen rum um Gesundheit und Ernährung 1x pro Monat