Saftfasten – gesund abnehmen mit Obst- und Gemüsesäften

Hast Du keine Lust auf Hunger schieben und schlechte Laune? Willst Du nicht mit knurrendem Magen neben Deinen Familienmitgliedern und Freunden sitzen und ihnen beim Essen zusehen? Den leckeren Duft von Pasta mit Pesto Genovese in der Nase und einem Glas Wasser vor Dir?

Dann ist das Saftfasten die richtige Kur für Dich. Denn damit erreichst Du einen großen Teil dessen, was Fastenkuren gesundheitlich und vom Abnehmen her bringen – ohne Dich zu quälen. Gesund ist es obendrein.

Autor: Niki Vogt

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Massenhaft wertvolle Nährstoffe mit Saftfasten

Denn beim Saftfasten bekommt Dein Körper massenhaft wertvolle Nährstoffe aus Früchten, Kräutern, Beeren und Gemüsen spendiert, und dennoch wird Deine Verdauung entlastet und die wertvollen Inhaltsstoffe aus den Säften gehen im Prinzip direkt ins Blut. Die beste Methode ist, immer wieder ein paar Tage oder eine Woche einzuschieben. Man kann das Saftfasten, was eine milde Methode des Heilfastens ist, sehr leicht im Alltag integrieren. Denn beispielsweise eine strenge Wasserfastenkur erfordert Disziplin und viel Ruhe, weil der Körper sich völlig umstellen muss. Das lässt sich schlecht mit Beruf und Familie und dem ganz normalen Alltags-Leistungsdruck vereinbaren.

Du solltest Deinen Körper aber unbedingt ein wenig vorbereiten. Auch das ist hier weit weniger aufwendig, als beim klassischen Wasserfasten. Iss ein bis zwei Tage vorher einfach weniger und leichte Kost, die die Verdauung schon entlastet: wenig Zucker, möglichst kein Fleisch, nichts Fettes. Umgekehrt solltest Du auch genauso wieder aus Deinen Saftfasten-Tagen heraus herauskommen. Sofort im Anschluss, Fettes und schwer verdauliches ist Dein Magen und Darm nicht mehr so gewohnt und könnte Dir Schwierigkeiten bereiten. Zum Ein- und Ausstieg eignen sich Reis mit gedünstetem Gemüse, eine Ofenkartoffel mit Kräuterquark, Knäckebrot mit magerem Frischkäse oder ein Müsli.

Beim Saftfasten trinkt man zwischen fünf- und siebenmal ein gutes Glas voll möglichst frisch gepressten Saft. Foto: @tycoon101 via envato.elements.

Beim Saftfasten bist Du sehr flexibel

Schon ein Tag hat eine gewisse Wirkung, eine Woche eine deutlich größere – doch mehr, als drei Wochen am Stück solltest Du es nicht machen. Dann stimmt die Nährstoffversorgung nicht mehr.

Beim Saftfasten trinkt man zwischen fünf- und siebenmal ein gutes Glas voll möglichst frisch gepressten Saft. Je nach Lust und Laune kann das Obstsaft oder Gemüsesaft, oder eine Mischung aus beiden sein. Es sollten ungefähr anderthalb Liter Saft-Flüssigkeit über den Tag verteilt zusammenkommen. Dazu sollen aber unbedingt noch zwei bis drei Liter Kräutertee und Wasser kommen. Das ist wichtig!

Die Obst- und Beerensäfte werden meistens am liebsten getrunken

Aber sie schmecken nicht nur gut durch ihren hohen Gehalt an Fruchtzucker. Sie enthalten darüber hinaus auch viel Kalium. Das fördert die Ausscheidung von Giften und überschüssigen Säuren über die dafür zuständigen Organe: Lungen, Nieren und Haut.

Allerdings setzt das voraus, naturbelassene, ungesüßte, hochwertige Säfte zu trinken. Reine 100 % gepresste Säfte ohne irgendwelche Zutaten müssen es schon sein. Noch besser ist es, selbst Obst, Beeren und Gemüse mit einem Entsafter zu frischen, vitaminreichen und köstlichen Säften zu verwandeln. Je frischer, desto mehr fantastische Stoffe für Deinen Körper sind noch darin. Wen Du möglichst viel abnehmen willst dabei, solltest Du hauptsächlich Gemüsesäfte trinken, denn die enthalten viel weniger kalorienreichen Fruchtzucker. Natürlich schmecken sie nicht so lecker, wie Obst und Beeren. Für Anfänger eignet sich daher oft eine Mischung.

Varianten von frisch gepresstem Saft sind, fermentierte oder vergorene Gemüsesäfte. Foto: @twenty20photos via envato.elements.

Fermentierte und vergorene Gemüsesäfte

Eine Variante von frisch gepresstem Saft sind fermentierte oder vergorene Gemüsesäfte, wie z.B. Sauerkrautflüssigkeit. Sie verleihen einen markanten Geschmack und etwas Abwechslung. Das kann man übrigens auch mit anderen, gesunden Zutaten erreichen. Aromatische Kräuter, wie Fenchel, Koriander, Basilikum oder Wurzelgewürze, wie Ingwer peppen auch Gemüsesäfte richtig lecker auf. Wer es scharf mag, kann ruhig mit frischer Chilischote etwas Musik in einen Gemüsesaft bringen.

Achtung: Alkohol, Kaffee, Limos oder Cola und alles mit Zucker sind vollkommen verboten. Dann kannst Du es auch gleich ganz lassen.

Dafür kannst Du aber, wenn Dir die ganzen kalten Getränke einmal zu viel werden, eine gut gewürzte Gemüsebrühe (Fastensuppe) zu Dir nehmen. Das kann Wunder wirken, wenn man einmal einen Tag hat, an dem man die Säfte leid ist und etwas Herzhaftes schmecken will.

Saftfasten hat viele gute Effekte auf Deine Gesundheit. Foto: @musiena via Twenty20

Das Gewicht zu senken, ist ein Ziel des Saftfastens

Aber abgesehen von der Gewichtsreduktion hat das Saftfasten sogar viele gute Effekte auf Deine Gesundheit:

  • Erhöhte Blutfettwerte werden gesenkt
  • Der gesamte Stoffwechsel wird optimaler
  • Das Herz-Kreislaufsystem wird entlastet
  • Der Blutdruck sinkt.
  • Die Übersäuerung des Körpers wird abgebaut
  • Vitaminen, Mineralien, Enzymen und sekundäre Pflanzenstoffe bringen alle Systeme wieder auf „Vordermann“
  • Bindegewebe und Haut werden straffer, reiner und schöner
  • Magen und Darm werden entlastet
  • Das Immunsystem wird aktiviert
  • Rheumabeschwerden werden gemildert
  • Du wirst vitaler und leistungsfähiger
  • Weil Du Dich viel besser fühlst, ist die Motivation zur Selbsterziehung und zu gesünderem Lebensstil. Du wirst vielleicht beschließen, Gewohnheiten wie schädliche „Genüsse“ (Alkohol, Nikotin, zu viel Süßkram) und falsche Ernährung gar nicht wieder anzufangen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Damit Dein erster Versuch beim Saftfasten nicht schiefgeht, solltest Du Dir Rezepte besorgen. Einfach fröhlich alles Mögliche zusammenzumischen, kann ziemlich unangenehm schmecken und Dir diese gute Methode vergällen. Wenn Du eine Weile mit erprobten Rezepten arbeitest, bekommst Du schnell ein Gefühl dafür, was zusammenpasst und was Dir wirklich gut schmeckt und gut tut.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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