Die Kraft der Wurzeln

Wurzeln dienen den Pflanzen als Speicherorgan für Nährstoffe. Neben Nährstoffen für Wachstum sind auch Abwehrstoffe enthalten, um Fressfeinde abzuwehren. Vielen Wurzeln sagt man besondere Heilkraft nach. In diesem Artikel erfährst Du, wie Du Wurzeln ernten und verarbeiten kannst und wir stellen Dir 3 Heilwurzeln und ihre Wirkung vor.

➥ Autor: Marén Kalz

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Wie man die Wurzeln erntet

Neben der Speicherfunktion von Nährstoffen übernimmt die Wurzel auch die Aufgabe, die Pflanze im Boden zu verankern. Wenn sich im Herbst die Blätter einfärben, zieht sich die Energie der Pflanzen in die Wurzeln zurück, um den Winter zu überstehen. Deshalb ist der Herbst (nach dem ersten Frost) der beste Erntezeitpunkt. Am besten entfernt man die Erde rundherum mit einer Handschaufel. Aber es gibt auch eigene Geräte wie Wurzelstecher oder Grabgabeln. Um die Wurzeln unbeschadet zu ernten, sollte man zunächst wissen, ob es sich um einen Flachwurzler, Tiefwurzler oder Herzwurzler handelt. Abgesehen von diesen drei Grundformen gibt es noch weitere Wurzelformen: u. a. Speicher-, Kletter-, Stelz-, Stütz- und Luftwurzeln.

Die Wurzeln verarbeiten

Nach dem man die Wurzeln ausgegraben hat, reinigt man sie unter fließendem Wasser. Dann kann man die Wurzel wie Gemüse kochen oder macht es als Tinktur oder mittels Trocknung haltbar. Für die Tinktur legt man die Wurzeln klein geschnitten in ein Glas und schüttet es mit Alkohol auf. Durch regelmäßiges Schütteln und eine warme Umgebungstemperatur kann man den Vorgang beschleunigen. Am Ende filtert man die Flüssigkeit mit einem Kaffeefilter und bewahrt die Tinktur in braunen Fläschchen auf. Man kann die Wurzel auch mit einem Dörrautomat oder im Ofen trocknen und dann z.B. mit einem Mixer pulverisieren. Das Pulver kann dann in einem verschließbaren Glas oder in Papiertütchen aufbewahrt werden.

Foto: @Nikolaydonetsk via envato.elements

Wie sich die Kraft der Wurzeln zeigt

In vielen Kulturen wurde das Wissen über die Heilwirkung der Wurzeln mündlich überliefert. Die Kraft der Wurzeln ist teilweise mit zahlreichen Studien belegt.

Es gibt drei verschiedene Anwendungsgebiete:

  1. Äußere Anwendung: Es wurde schon sehr früh festgestellt, dass ein Brei oder eine Paste aus Heilwurzeln Wunden schneller heilen lässt und auch bei starker Blutung helfen kann.
  2. Über die Ernährung: Zunächst hat man die Wurzeln hauptsächlich gegessen, ohne über die Heilung nachzudenken. Nachdem man jedoch verschiedene Erfahrungen gesammelt hat, konnte man bei verschiedenen Wurzeln unterschiedliche Heilwirkungen beobachten. Diese wurden teilweise durch Studien bestätigt. Ballaststoffe und Proteine sorgen für einen sättigenden Effekt, wohingegen die verschiedenen pflanzlichen Sekundärstoffe für die heilende Wirkung sorgen.
  3. Als Medizin: Der Ursprung über das Heilwissen der Wurzeln liegt in der TCM. Dort wurden verschiedene Wurzel-Pasten bei unterschiedlichen Beschwerden verschrieben. Unter anderem gibt es verschiedene Pasten, die bei Magen- oder Verdauungsproblemen verschrieben wurden.

Foto: @nsamenvato via envato.elements

Eine Auswahl an Wurzeln und ihre Wirkung

In diesem Abschnitt lernst Du einige Wurzeln und deren Einsatzmöglichkeiten besser kennen.

Kurkuma

Kurkuma enthält farbintensives Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch wird dann getrocknet und gemahlen und wird so als Gewürz in der Küche verwendet. Aber man kann die Wurzel auch frisch verwenden.

Vor allem dem Bestandteil Curcumin wird heilende Wirkung nachgesagt. Es soll verdauungsfördernd und krebshemmend sein. Außerdem wirkt Kurkuma schmerzlindernd.

Das gelbe Pulver wird besonders erfolgreich bei folgenden Problemen eingesetzt: Arthrose, Demenz, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Entzündungen, Magen- und Nierenprobleme, Gallensteine und beim Abnehmen. Curcumin hat eine antibakterielle, antioxidative und antivirale Wirkung, wodurch auch unser Immunsystem unterstützt wird.

Wer ernsthaft Beschwerden hat, kann nicht erwarten, dass die Menge, die man in der Küche nutzt, eine therapeutische Wirkung erzielen wird. Um mit Kurkuma gegen die verschiedenen Erkrankungen vorzugehen, muss auf hochwertige Nahrungsergänzungsprodukte zurückgegriffen werden.

Foto: @microgen via envato elements

Ingwer

Ingwer ist ein universelles Heilmittel und besonders wegen seiner wärmenden Wirkung im Winter sehr beliebt. Auch bei Übelkeit und Erkältungen hat sich Ingwer mehr als bewährt.

Ingwer wirkt immunstimulierend, verdauungsanregend, entgiftend, schmerzlindernd, cholesterinsenkend, potenzsteigernd und stärkend für die Psyche.

Besonders beliebt ist Ingwertee. Dazu nimmt man pro Tasse 6 dünne Scheiben Ingwer und lässt diese 10 Minuten köcheln. Man kann den Tee mit Honig und Zitronensaft verfeinern.

Neben Ingwertee gibt es auch Limonade, Sirup und Shots. Man kann Ingwer aber auch essen, zB. In Form von kandierten Ingwer, eingelegte Sushi-Ingwer, Ingwerpaste, Pflaumenchutney mit Ingwer oder Karotten-Ingwer-Suppe.

Foto: @Nikolaydonetsk via envato.elements

Löwenzahn

Löwenzahn kann bei 21 verschiedenen Symptomen helfen, darunter z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Blaseninfektion, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Insektenstiche, Hauterkrankungen und Leberproblemen.

Der Löwenzahn wirkt entgiftend, aufbauend, verdauungsanregend, entzündungshemmend, krampflösend und entsäuernd.

Von der Wissenschaft wird vor allem der Löwenzahnwurzelextrakt beachtet. In den Extrakten ist der Wirkstoff höher dosiert und es kann viel leichter verabreicht werden.

Löwenzahnextrakt kann laut verschiedenen Studien z.B. die Leber vor alkoholbedingten Schäden schützen, vor radioaktiver Strahlung schützen, aber auch das Wachstum von Krebszellen hemmen.

Foto: @alinabitta via envato.elements

DIY-Tipp Goldene Milch

1 Stück Ingwer (1,5 cm) fein reiben, den Inhalt einer Kardamomkapsel zermahlen (optional) und 500ml Milch (oder Pflanzenmilch) zusammen mit 2 TL gemahlenen Kurkuma und 1 TL gemahlenen Zimt in einem Topf verrühren und aufkochen. Wenn es kocht, bei schwacher Hitze weiterköcheln, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Bei Bedarf mit 2 TL Agavendicksaft (oder Honig) verfeinern. Die goldene Milch durch ein Sieb gießen und genießen. Diese Mengenangaben reichen für 2 Portionen.

Quellenangabe:

  1. https://www.heilkraeuter-infos.de/heilkraeuter-heilpflanzen/wurzeln-mit-heilkraeften/heilwurzeln/
  2. https://www.fitforfun.de/rezepte/goldene-milch-leicht-gemacht
  3. https://weltdergesundheit.tv/wunderwurzel-kurkuma-ein-heilmittel-aus-der-ayurvedischen-medizin/
  4. https://www.kurkuma-wirkung.de/
  5. https://www.heilkraeuter-infos.de/heilkraeuter-heilpflanzen/wurzeln-mit-heilkraeften/wurzeln-ernten-und-verarbeiten-im-spaetherbst/
  6. https://www.heilkraeuter-infos.de/heilkraeuter-heilpflanzen/wurzeln-mit-heilkraeften/wurzeln-mit-heilkraeften-ingwerwurzel/
  7. https://utopia.de/ratgeber/ingwer-wirkung-gesund/
  8. https://weltdergesundheit.tv/ingwer-mythos-oder-wunderknolle/
  9. https://www.supernahrung.com/loewenzahnwurzel
  10. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/nahrungsergaenzung/heilpflanzen/loewenzahnwurzel

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