Wunderwurzel Kurkuma, ein Heilmittel aus der ayurvedischen Medizin

Wer auf chemische Mittel verzichten möchte und seinen Körper natürlich unterstützen möchte, kommt um die Wunderwurzel Kurkuma nicht drum herum. In dem heutigen Beitrag geht es um die positive Wirkung, die das gelbe Wunderpulver auf unseren Körper hat, ein Alleskönner gegen Arthrose, Demenz, Diabetes, Verdauungsbeschwerden und Entzündungen. In der Naturheilkunde wird Kurkuma häufig gegen Magen- und Nierenproblemen und bei Gallensteinen eingesetzt. Erfahrt, wie die ayurvedische Heilwurzel unser Immunsystem und unsere Selbstheilungskräfte stärken kann. Kurkuma kann Krankheitssymptome bekämpfen, bevor sie überhaupt entstehen. Da es inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Studien über die positive Wirkung von Kurkuma auf den menschlichen Körper gibt, können sich viele Kritiker der alternativen Medizin der Wirkung nicht mehr entziehen und erkennen den Nutzen von Kurkuma inzwischen an.

➥ Autor: Krahea

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Allgemeines zu Kurkuma

In der ayurvedischen Lehre spielt Kurkuma eine wesentliche Rolle. In der chinesischen Medizin wird Kurkuma als Heilmittel angewandt. Hierzulande ist Kurkuma den meisten Menschen als Gewürz bekannt. Es gilt ebenso als Schönheitselixier und als antioxidatives und Energie spendendes Gewürz. Gelbwurz wirkt nicht nur schmerzlindernd oder entzündungshemmend, es unterstützt zum Beispiel auch bei Völlegefühl nach fettigem Essen, kurbelt den Stoffwechsel an und wirkt sich ganzheitlich positiv auf euer Wohlbefinden aus.

Die Verwendungsarten sind unterschiedlich, Kurkuma lässt sich frisch verwenden, es gibt jedoch auch gemahlenes Pulver oder Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel.

Viele Menschen kennen Kurkuma als Gewürz aus der orientalischen oder indischen Küche. Bestimmt kennt ihr auch die enge Verwandtschaft von Ingwer und Kurkuma? Das Innere der Kurkuma ist jedoch deutlich gelber als beim Ingwer und vermutlich kommt daher der Name „Gelbwurz“. Im lateinischen wird das „Gewürz des Lebens“ Curcuma Longa genannt. Weitere bekannte Namen sind indischer Safran, gelber Ingwer, Tumeric oder chinesische Wurzel.

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Was ist Kurkuma denn nun aber?

Hinter dem „Gewürz des Lebens“ verbirgt sich eine bis ca. 2 Meter große Pflanze mit lanzettförmigen Blättern und gelblichen Blüten. Ihr Ursprung ist in Südostasien. Heute wird Kurkuma auch in Südamerika, Indien und Westindien angebaut.

Die intensive goldgelbe Kurkumafarbe wird als natürlicher Farbstoff für Textilien genutzt. Die Färbung eignet sich aber auch für unsere Ernährung und wird gern für Reis- und Nudelgerichte, für Suppen, Soßen oder Dips verwendet. Es werden Gemüsecurrys und Chutneys damit zubereitet. Die Wurzel ist dabei nicht nur für Köche interessant, sondern außerdem für Mediziner.

Übrigens ist es empfehlenswert auf eine korrekte Lagerung zu achten, sprich kühl, trocken und dunkel. So behält Kurkuma sein unverwechselbares Aroma und hält sich über einen langen Zeitraum.

In der indischen Küche gehört Gelbwurz an jedes Essen. Bei der Würzung ist für uns Europäer eher vorsichtig geboten, da es unseren Geschmackssinnen ansonsten zu dominant erscheinen könnte. Ebenfalls ist bei der Verwertung Achtsamkeit geboten, da das Pulver gern gelbe Spuren hinterlässt, die sich schwierig entfernen lassen.

Kurkumin ist ein gelb-orangefarbener Farbstoff, der in der Natur im Wurzelstock der Gelbwurz gebildet wird. Kurkumin hat eine antioxidative, antibakterielle und antivirale Wirkung. Daher ist es ein natürliches Mittel gegen freie Radikale. Es stärkt unser Immunsystem. Das heißt für uns, dass ein regelmäßiger Verzehr von Kurkuma Krankheiten demnach vorbeugen kann. Ebenso ist eine Behandlung mit Kurkuma erfolgsversprechend.

Auf eine Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel sollten schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder lieber verzichten, hier gibt es noch keine Forschungsergebnisse. Bei der Anwendung als Gewürz sind bisher keine Neben- und Wechselwirkungen bekannt.

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Rheuma, Arthritis und Arthrose

Bekannte Rheumaarten sind Arthrose, Gicht und Fibromyalgie. Da Kurkumin eine antioxidative, antibakterielle und antivirale Wirkung vorweist, als wirkungsvoller Zellschutz dient, ist der Einsatz der Wunderwurzel eine mögliche Unterstützung. Der Vorteil von Kurkumin ist, es entstehen so gut wie keine Nebenwirkungen, es wirkt aber trotzdem zuverlässig gegen Entzündungsherde. Damit ist Kurkumin eine mögliche Alternative zu nicht-steroidalen Medikamenten.

Herz-Kreislauf-Beschwerden

Die Volkskrankheiten nehmen leider immer mehr zu, eine davon sind Herz-Kreislauf-Beschwerden. Es gibt auch diverse Ursachen dieser Krankheitssymptome, z.B. ein erhöhter Cholesterinspiegel. Der sekundäre Pflanzenstoff Kurkuma kann den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Durch die antioxidative Wirkung kann Kurkuma sogar bei bereits erhöhtem Cholesteringehalt das Arterioskleroserisiko senken. Noch immer besteht das Problem darin, dass der Körper das Kurkumin nicht so gut aufnehmen kann, wie gewünscht. Hier haben Wissenschaft und Forschung noch Aufgaben zu lösen.

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Verdauung

Kurkuma wirkt sich verdauungsfördernd aus. Die enthaltenen Stoffe unterstützen die Leber bei ihrer Arbeit (Produktion von mehr Gallensäure). Aufgenommenes Fett wirkt leichter verdaulich. Demnach können Blähungen und ein unangenehmes Völlegefühl reduziert werden.

Das in Kurkuma enthaltene Kurkumin regt bestimmte Zellen in der Magenschleimhaut und Bauchspeicheldrüse zunehmend dazu an, Verdauungsenzyme zu produzieren. Dadurch wird der menschliche Organismus in die Lage versetzt, dass in der Nahrung enthaltene Fett in Fettsäuren aufzuspalten, die in der Folge über den Dünndarm aufgenommen werden können. Da Kurkumin nicht wasserlöslich ist, besteht die Gefahr, dass es den Verdauungstrakt einfach nur passiert und ohne Wirkung wieder ausgeschieden wird. Das ist der Grund, warum man Kurkuma mit schwarzen Pfeffer kombinieren sollte. Auch ein gutes Olivenöl verstärkt die gesundheitsfördernde Wirkung von Kurkuma, und zwar aufgrund der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.

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Diabetes mellitus

Zu einer weiteren Volkskrankheit zählt Diabetes mellitus. Hier gibt es eine Einteilung in zwei Typen, Typ 1 ist eine angeborene Erkrankung mit einer lebenslangen erforderlichen Insulingabe und Typ 2 hängt mit einer ungünstigen Ernährung zusammen. Wird Typ 2 rechtzeitig entdeckt, lässt sich über eine Ernährungsumstellung viel Positives erreichen. Kurkumin kann den Blutzuckerspiegel regulieren und auch senken. Die neuesten Studien zeigen, dass sich Kurkuma auch präventiv einsetzen lässt und bei regelmäßigem Verzehr eine Entstehung von Diabetes verhindert werden könnte.

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Krebserkrankungen

Kurkuma rückt bei den Präventionsmaßnahmen bei Krebs immer mehr in den Fokus. Der sekundäre Pflanzenstoff Kurkumin soll Tumorwachstums eindämmende Eigenschaften aufweisen. Der immun stimulierende Effekt kann eine Chemotherapie wirkungsvoll unterstützen und somit die Entstehung neuer Tumorzellen eindämmen. Da diese Tatsache bei nahezu allen Krebsarten beobachtet werden kann, wird Kurkuma nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilpflanze eingestuft.

Alzheimer und Demenz

Wir werden immer älter. Dadurch werden wir mit Krankheitssymptomen konfrontiert, die früher undenkbar gewesen wären. Die Alzheimererkrankung, eine Form der Demenz, ist nur eine dieser Krankheiten. Bei Alzheimer kann es zu chronischen Entzündungen durch oxidativen Stress kommen. Es bauen sich Nervenzellen ab. Die Medizin versucht dies mit Prävention zu kompensieren. Die neueren Forschungen haben ergeben, dass sich das Kurkumin positiv auf die Nervenzellen im Gehirn auswirken kann und vor freien Radikalen schützt.

Entzündungen

Haben wir einen gesunden Körper, nehmen wir Entzündungen im Körper kaum wahr. Unser Immunsystem wird selbstständig damit fertig. Haben wir jedoch ein geschwächtes Immunsystem bzw. liegt eine Infektion vor, stehen unsere Selbstheilungsprozesse vor großen Herausforderungen und es besteht die Gefahr, das eine Chronifizierung der Entzündungsprozesse einsetzt. Kurkuma kann die Entzündungsherde wirkungsvoll minimieren, denken wir hier beispielsweise an eine Gelenkentzündung. Kurkuma kann bewirken, dass die Entzündungsherde wirkungsvoll minimiert werden, Entzündungswege blockiert und Schmerzen, Schwellungen reduziert werden.

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Gewichtsreduzierung

Mit Kurkuma lassen sich über Nacht keine Pfunde verlieren. Dies zu behaupten wäre unseriös. Dennoch ermöglicht eine Kombination aus Kurkuma, Bewegung und gesunder Ernährung Erfolge bei einer Gewichtsreduzierung. Wie bereits unter dem Punkt Verdauung erläutert, kann Kurkuma die Verdauung verbessern, kann der Einlagerung von Fettdepots vorbeugen und wirkt allgemein präventiv gegen Erkrankungen, die sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken können.

Kurkuma kann chronischen Erkrankungen durch seine entzündungshemmende Wirkung, die Übergewicht verursachen, vorbeugen. Das Kurkumin mit seiner stoffwechselanregenden Wirkung kann eine Gewichtsreduzierung unterstützen.

Außerdem wird die Verdauung beschleunigt. Die enthaltenen Bitterstoffe reduzieren das Verlangen nach Süßigkeiten. Überdies wird mehr Gallensaft produziert, welches wiederrum die Fettverdauung begünstigt. Der Körper kann mehr Fett ausscheiden und so lagert es sich nicht an unliebsamen Stellen ein. Es gibt bereits Studien, die belegen, dass Kurkuma längst angelegte Fettzellen zerstören kann.

Mit einem Gewürz lassen sich diese Vorteile nicht erreichen, da die Dosierung hierfür nicht ausreichend ist. Dann müssten mehrere Teelöffel am Tag eingenommen werden und das möchte bestimmt kaum jemand. Für diese Effekte wird dann tatsächlich eher auf ein Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen. Hierbei ist zu beachten, dass es ein hochdosiertes Produkt sein sollte, dass mit Piperin angereichert ist.

Wie kann ich Kurkuma in meine Ernährung einbauen?

Wer Kurkuma in seine Ernährung einbauen möchte, dem sei gesagt, es gibt inzwischen zahlreiche Rezepte für Getränke, vegane und vegetarische Rezepte, Suppen, Soßen, Gerichte mit Fisch, Fleisch, indische Gerichte, orientalische Hauptspeisen, Süßspeisen mit Kurkuma. Welt der Gesundheit wird auch zukünftig immer mal wieder Rezeptideen vorstellen.

Trotz aller dargestellten Vorteile ist es empfehlenswert keine Eigenexperimente am Körper durchzuführen. Ein Experte oder Arzt kann aber sicherlich ratend zur Seite stehen. Wer sich für das Thema Kurkuma in der Tiefe interessiert, kann z.B. nach einem ayurvedisch ausgebildeten Naturheilkundler suchen. Bitte bedenkt immer, es gibt viele Halbwahrheiten im Netz, die ebenfalls über Kurkuma verbreitet werden. Daher ist es sinnvoll, sich ausreichend über mögliche Angebote zu informieren und die Inhaltsstoffe zu vergleichen. Der heutige Beitrag dient dem Einstieg in die Kurkuma Welt.

Rezept Kurkuma Limonade

  • 4 Gläser kaltes Mineralwasser
  • 2 Teelöffel Kurkuma-Pulver
  • 3-4 Teelöffel Ahorn-Sirup oder Honig
  • 1 Prise schwarzen Pfeffer
  • Saft von 1 gepresste Zitronen
  • Saft von 1 Orange
  • 1 Teelöffel Bio Leinöl

Gib alle Zutaten in einen Mixer und vermische sie gut, verwende für die Zutaten ausschließlich Bioqualität. Bitte mehrmals täglich über den Tag verteilt Schluckweise trinken. Zur besseren Aufnahme sollte man einen Teelöffel Kokosöl vor bzw. nach der Trinken der Limo zu sich nehmen.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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