Chakren – unsichtbare Energiezentren in und außerhalb unseres Körpers

Wenn es Dir auch manchmal so geht, dass Du ein bisschen verlegen reagierst, wenn „Eingeweihte“ über ihre „Chakrenreinigung“ sprechen, mit der Einstellung, dass das doch jeder wissen müsste. Die allermeisten wissen nicht wirklich, was damit gemeint ist, was Chakren sind und was sie für uns und unsere Gesundheit bedeuten. Wenn Du jemand bist, der schon alles darüber weiß, dann ist das hier wahrscheinlich zu langweilig. Wenn Du aber endlich mal verstehen willst, was Chakren sind und was daran so wichtig ist, dann bist Du hier genau richtig. Mit Martin Strübin sprechen wir im Interview über die Eigenschaften der Chakren und deren Aufgabe, wie Du sie von Blockaden reinigst und für Dich nutzen kannst.

➥ Autor: Niki Vogt

➥ Buch zur Sendung: Chakren – Quellen der Kraft & Gesundheit

Zuerst einmal: Das Wort „Chakra“ stammt aus dem alten Sanskrit und heißt wörtlich übersetzt Rad oder „runde Scheibe, Diskus“. Im (tantrischen) Hinduismus und im (tantrischen) Buddhismus und einigen anderen Lehren werden sie als die Energiezentren im menschlichen Körper betrachtet, in denen die Verbindung zum feinstofflichen Körper dieses Menschen über Energiekanäle besteht. Diese Energieräder oder Energiezentren empfangen Schwingungen und Frequenzen aus dem gesamten Kosmos. Unser physischer Körper hat mit diesen Chakren eine Reihe „Empfangsstationen“ für die kosmischen Schwingungen. Jedes Chakra hat seine Eigenschwingung und kreist, wie ein Rad um seine Achse. Diese spezifische Schwingung ist auch seine Grundfarbe und genau auf das „justiert“, was seine jeweilige Aufgabe in unserem Körper ist. Jedes Chakra steht mit bestimmten Organen und Aspekten des Lebens und der Persönlichkeit in direkter Verbindung.

Interessanterweise entsprechen die sieben Hauptchakren, die schon seit Jahrtausenden bekannt sind, den sieben Hauptdrüsen unseres endokrinen Systems im Körper. Das ist das System der Hormone bildenden Drüsen und Organe.

Um einen Vergleich anzustellen, der das ein bisschen verdeutlicht – aber natürlich nur ein Vergleich ist: Radiostationen senden Wellen aus, die man weder sehen, noch hören, noch schmecken oder riechen kann. Und trotzdem sind sie real. Und wenn sie in der Empfangsstation „Radio“ ankommen, werden sie in Musik umgewandelt. Unsere Chakren haben nun spezielle Empfangsstationen, von der jede auf ganz bestimmte Frequenz eingestellt ist – und alle zusammen, wenn sie einen guten Empfang haben – stärken unseren feinstofflichen Körper. Dieser Astralkörper ist eigentlich der wahre Mensch und unsterblich – und der physische, materielle Körper richtet sich nach ihm aus. Er ist sozusagen das „Fahrzeug“ Deines Seins in der materiellen Welt. Der feinstoffliche Körper ist der Bauplan, die Idee, das Leben – oder für Computerfreaks: das Betriebssystem. Ohne das ist der Körper wie das leere Gehäuse eines Computers: Tote Materie.

Foto: @microgen via envato.elements

Diese Chakren gehören genauso zu Dir, wie Deine Organe, Deine Muskeln, Dein Nervengeflecht, Dein Blutkreislauf. Nur eben nicht aus Materie, die Du mit Deinen Händen anfassen kannst. Dein feinstofflicher Körper, Dein eigentliches „ICH“ ist unsterblich. Und das wussten die Menschen schon von Anfang an.

Drehen sich die Chakren ideal und störungsfrei, geht es auch Deinem Körper und Deiner Seele gut. Denn die Chakren empfangen die nötigen kosmischen Schwingungen und verteilen sie in Deinem Körper. Liegt bei einem Chakra eine Störung vor, ist das so ähnlich, als ob Dein Handy keinen guten Empfang hat und Du verstehst kaum etwas. Die Information kommt nicht richtig an. Je nachdem, welches Chakra nicht mehr ideal arbeitet, macht sich das in Problemen im Emotionalen, im Spirituellen oder in der Gesundheit bemerkbar.

Jedes Chakra hat eine klare Bedeutung für einen bestimmten Bereich der Einheit unseres Körpers, Geistes und Seele. Der Zustand unserer Chakren – ihre Blockaden, die Kraft ihrer Energie und die Frage, wie durchlässig sie für die kosmischen Schwingungen sind, sind ein Gradmesser für Bewusstsein und Spiritualität. Sie zeigen, auf welchem Level wir stehen. Sie machen deutlich, wo wir Probleme haben. Durch Chakra-Meditationen kannst Du Probleme und Blockaden erkennen und beheben und in Deiner Entwicklung als geistiges Wesen weiterkommen.

Foto: @microgen via envato.elements

Das Wissen um die Chakren gibt es eigentlich schon immer und rund um die Welt, nicht nur im asiatischen Teil der Erde. Auch die Inkas und die nordamerikanischen Indianer kannten sie, wenn auch unter andren Bezeichnungen, aber mit denselben Eigenschaften. Im arabischen Raum ist es der Sufismus, in China das Qigong. Im frühen Christentum machte man etwas sehr Ähnliches wie Chakren-Meditation. Bis ins frühe, europäische Mittelalter versetzte man sich durch mantra-artige Gebete und meditative Gesänge in Entrückung. Hildegard von Bingen schrieb die Noten zu diesen Gesängen nieder. Heute noch gibt es im osteuropäischen, orthodox-byzantischen Christentum den Hesychasmus, eine nach innen gerichtete Spiritualität, die ebenfalls den Chakrenlehren nahe ist.

Heute sind in den westlichen, modernen Gesellschaften die alten „Chakrenmeditationen“ vergessen und verschollen – aber das Bedürfnis nach Erleuchtung, Harmonie, Weisheit und ganzheitlicher Gesundheit existiert immer. Wenn Du einen Weg dahin suchst, dann stehen verschiedene Lehren, zur Verfügung. Sie werden meistens von fernöstlichen Lehrern vermittelt und haben verschiedene Ausprägungen. Es gibt Chakren-Systeme im Hinduismus, Buddhismus, Tantra, Yoga und die tibetische Bön-Religion. Diese kann ebenfalls auf eine uralte, spirituelle Tradition zurückblicken. Sie stammt ursprünglich aus der Umgebung des heiligen, rätselhaften Berges Kailash.

Manche dieser Lehren haben nur fünf Chakren, es werden auch teilweise andere Farben zugeordnet. Im Großen und Ganzen aber stelle ich Dir hier die sieben Hauptchakren, ihren Sitz, ihre Aufgabe und Wirkungsfelder vor:

Die sieben Hauptchakren. Foto: @LightFieldStudios via envato.elements

Die sieben Hauptchakren, denen verschiedene Farben zugeordnet werden.

1. Kronen- oder Scheitelchakra (Sahasrara = das Tausendfache)

  • Spirituelle Erkenntnis, Erleuchtung, vollkommene Selbstverwirklichung, tiefster Friede, reines Sein
  • Die entsprechende Drüse ist die Zirbeldrüse, der Sitz der Seele im Körper
  • Es befindet sich auf dem höchsten Punkt, dem Scheitelpunkt des Kopfes
  • Seelische Störungen: Depression, Verwirrung, Träumereien und Weltfremdheit
  • Körperliche Gesundheitsstörungen: Immunschwäche, chronische Krankheiten, hartnäckige Infektionen
  • Farbe: Violett (dem Planeten Neptun zugeordnet, aber keinem Element)

2. Stirnchakra (Ājñā = das Wahrnehmende)

  • Intuition, Erkenntnis des wahren Seins, göttliche Inspiration, Weisheit
  • Die entsprechende Drüse ist die Hirnanhangdrüse (Hypophyse)
  • Es hat seinen Sitz zwischen den Augenbrauen, und wird auch das Dritte Auge genannt.
  • Seelische Störungen: Konzentrationsstörungen, Lernschwäche und Ängstlichkeit
  • Körperliche Gesundheitsstörungen: Kopfschmerzen, Augenprobleme, Ohren- und Nasenprobleme
  • Farbe: Tiefes Blau (dem Planeten Uranus zugeordnet, aber keinem Element)

3. Halschakra oder Kehlkopfchakra (Viśuddha = das Reinigende)

  • Kommunikation, Kreativität und um die Ausdruck der eigenen Persönlichkeit
  • Die entsprechende Drüse ist die Schilddrüse
  • Es hat seinen Sitz auf der Höhe des Kehlkopfes
  • Seelische Störungen: Gehemmtheit, Ausdruckslosigkeit, unkommunikativ
  • Körperliche Gesundheitsstörungen: Schilddrüsenerkrankungen, Nackenschmerzen, Sprachstörungen
  • Farbe: Türkis (dem Planeten Saturn zugeordnet und dem Element Äther)

4. Herzchakra (Anāhata = das Unbeschädigte)

  • Erfüllung des Daseins durch Liebe, Mitgefühl und Menschlichkeit
  • Die entsprechende Drüse ist die Thymusdrüse
  • Es hat seinen Sitz im Brustraum und bildet den Mittelpunkt des Chakrensystems.
  • Verbindet die drei unteren physisch-emotionalen Zentren mit den drei oberen geistig-spirituellen Zentren
  • Seelische Störungen: mangelnde Empathie, Kontaktschwierigkeiten, seelischer Kälte und Härte
  • Körperliche Gesundheitsstörungen: Blutdruckstörungen, Herz- und Lungenkrankheiten
  • Farbe: Grün (dem Planeten Jupiter zugeordnet, Element Luft)

5. Nabelchakra (Manipūra = Leuchtender Juwel)

  • Willenskraft und Selbstkontrolle
  • Es hat seinen Sitz eine Handbreit oberhalb des Bauchnabels.
  • Die entsprechende Drüse ist die Bauchspeicheldrüse
  • Seelische Störungen zeigen sich in Aggressivität, Unsicherheit, Albträumen und Schlafstörungen
  • Körperliche Gesundheitsstörungen: Verdauungsstörungen, Magenprobleme, Diabetes und Übergewicht
  • Farbe: Gelb (dem Planeten Mars zugeordnet, Element Feuer)

6. Sakral- oder Sexualchakra (Svādhisthāna = das Liebliche, Süße)

  • Sexualität, Gefühl, Sinnlichkeit
  • Das Sakralchakra liegt ganz unten an Deiner Wirbelsäule beim Kreuzbein.
  • Die entsprechenden Drüsen sind die Keimdrüsen, die Eierstöcke, die Prostata und die Hoden.
  • Seelische Störungen: Süchte, sexuelle Unlust und geistige Mattigkeit
  • Körperliche Gesundheitsstörungen: Verstopfung, Kreuzschmerzen und Knochenerkrankungen.
  • Farbe: Orange (dem Planeten Venus zugeordnet, Element Wasser)

7. Wurzelchakra (Muladhara = Wurzelstütze)

  • Urvertrauen, Lebenwillen, es erdet Dich.
  • Es liegt mitten im Unterleib zwischen Anus und den Genitalien.
    Die zugeordneten Drüsen sind die Nebennieren, die unter anderem Adrenalin produzieren.
  • Seelische Störungen zeigen sich als Ängste, Misstrauen, Desorientierung.
  • Körperliche Gesundheitsstörungen zeigen sich sich als Prostataprobleme, Frauenleiden und Nierenprobleme.
  • Farbe: Rot (dem Planeten Merkur zugeordnet, Element Erde)

Um an Deinen Chakren zu arbeiten, solltest Du geeignete Anleitungen lesen oder einen Kurs bei guten Lehrern besuchen. Die meisten Leute entwickeln die Fähigkeit zur Chakrenmeditation schneller und besser mit einem Lehrer, als durch das Lesen von schriftlichen Anleitungen. Monoatomare Elemente sind eine gute Möglichkeit um Deine Chakren zu stärken und wieder zu aktivieren.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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