Besser schlafen und mehr Energie mit der Nadelmatte

Buch: Selbstheilung mit der Akupressurmatte

Die Nadel- oder Akupressurmatten gibt es schon seit etwa zwanzig Jahren. Angeblich ist die Einführung im Westen dem schwedischen Unternehmer Jonathan Hellbom zu verdanken, der vor ca. zwanzig Jahren einige Zeit in Indien lebte und sich dort intensiv mit fernöstlichen, traditionellen Heilmethoden beschäftigte. Darunter auch mit der aus der traditionellen, chinesischen Medizin (TCM) stammenden Prinzip der Akupressur beruhen.

Das ist übrigens nicht dasselbe, wie Akupunktur. Letztere beruht auf dem gezielten Stimulieren bestimmter Punkte auf den für eine bestimmte Gesundheitsstörung zuständigen Meridianen. Dazu werden dünne Nadeln exakt in diese Punkte gestochen. Akupressur ist das wesentlich sanftere Stimulieren durch Druck mit Fingern oder Stäben, aber nicht unbedingt nur einzelner Punkte, sondern auch der Oberfläche bestimmter Regionen.

Das Konzept der Akupressurmatte ist sehr alt, eine der ältesten Entspannungsmethoden im Orient überhaupt. Sie löst mentale und körperliche Blockaden, sozusagen ein bisschen „spirituelle Stressbewältigung“. Die Lebensenergie „Qi“ oder „Chi“ wird wieder zum Fließen gebracht. Es gibt verschiedene Hersteller und Modelle. Sie alle dienen demselben Zweck: Bis zu 12.000 Kunststoffspitzen, die auf einer Art Teller sitzen, sind gleichmäßig auf der Matte verteilt und übertragen den Nadeldruck auf die gesamte, aufliegende Körperfläche. Wichtig ist daher, sich möglichst sofort mit dem ganzen Körper daraufzulegen. Das vermeidet allzu schmerzhafte Piekser, wenn das ganze Gewicht auf wenige Nadeln trifft. Wenn man so 15–20 Minuten auf der Matte liegt, erzielt sie ihre volle Wirkung.

Um es gleich vorweg zu sagen: Wer es das erste Mal macht, sollte sich nicht täuschen. Die ersten fünf Minuten auf der Matte sind kaum auszuhalten. Danach beginnt die Wirkung langsam spürbar zu werden. Anfänger können es etwas sanfter anfangen, indem sie die Matte anfangs auf die Bettmatratze legen und ein Shirt anziehen. Nach 15–20 Minuten beginnt dann tatsächlich die Entspannung. Der Rücken wird stark durchblutet, das Schmerzempfinden verschwindet. Die Muskeln entspannen sich, der Körper schüttet Endorphine aus und ein Glücksgefühl stellt sich ein. Die Matten sollen helfen:

  • Bei Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen
  • Bei Schlaflosigkeit, Innerer Unruhe, leichten Angstzuständen, Stress
  • Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, (zur) Stimulierung der Glückshormone (Endorphin)
  • Zur Hautdurchblutung, Hautstraffung, Cellulitebekämpfung
  • Zur Verhinderung von Muskelkater nach dem Sport, mehr Sauerstoff in der Muskulatur
  • Bei Kopfschmerzen, Menstruationsschmerzen, Schmerzen allgemein
  • Bei Verdauungsbeschwerden, Atemwegserkrankungen Viele stellen sich auch mit nackten Fußsohlen zur Fußreflexzonen-Stimulierung auf die Matte und erzielen gute Wirkungen.

Vor allem Sportler schätzen die Wirkung der Nagelmatte oder Yantra-Matte. Vor dem Training oder dem Wettkampf wärmt und durchblutet sie die Muskeln und bringt Sauerstoff hinein, so kann die Leistung gleich von Anfang an gesteigert werden. Auch verklebte Faszien werden wieder flexibel und die Verletzungsgefahr sinkt. Nach dem Sport verhindert sie Muskelkater, weil die starke Durchblutung und der Sauerstoff die Milchsäure in den Muskeln abbaut. Die Akupressurmatte wird so zu einer erstklassigen „Cool-Down-Einheit“ und unterstützt die Regeneration.

Überhaupt ist die starke Durchblutung des Körpers wie eine Reinigung des Körpers und eine Aufbaukur: Sauerstoff und Nährstoffe fließen in die Zellen, Schadstoffe werden schneller ausgeschieden, der Körper als Ganzes regeneriert gründlicher und schneller. Das stachelige Ding erweist sich als eine Heimkur für Körper und Psyche.

Die Schulmedizin nimmt diese Matten oft nicht besonders ernst. Die Deutsche Ärztegemeinschaft für Akupunktur (DÄGfA) hat aber mit mehreren kleinen Studien nachgewiesen, dass z.B. Akupressur an sich schon Schlafstörungen beheben oder wesentlich abmildern kann. Zwei weitere Studien bestätigen die positiven Ergebnisse bei Rückenschmerzen und Nackenschmerzen.

Das Gute an der Akupressurmatte ist, dass prinzipiell jeder sie benutzen kann. Selbst, wenn man gar keine Beschwerden hat, verbessert sie die Gesundheit und beugt den bereits erwähnten Beschwerden vor.

Allerdings sollten Personen mit ernsteren Herz-Kreislauf-Problemen nur nach einem Arztgespräch entscheiden, ob sie die Matte benutzen. Schwangere sollten es vorsichtshalber ebenfalls nur nach Rücksprache mit dem Arzt machen. Viele Schwangere berichten allerdings, dass ihnen die Matte gut gegen die Rückenschmerzen geholfen hat. Wegen der starken Durchblutung kann sie aber um den Geburtstermin wehenfördernd wirken.

Bei Hauterkrankungen, wie Beispielsweise eine Neurodermitis, ist das Liegen auf der Matte ebenfalls nicht angezeigt, weil es die Haut durch die starke Durchblutung zu stark belasten könnte. Ebenfalls sollten Epileptiker diese Methode nur nach Rücksprache mit dem Arzt benutzen.

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Rechtlicher Hinweis:
Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen, von Jana Witschetzky, können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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