Besser schlafen mit Melatonin

Melatonin ist ein wichtiger Taktgeber für den Schlaf-Wach-Rhythmus. Als Gegenspieler des Stresshormons Cortisol ist es wichtig für gesunden Schlaf. Cortisol hält tagsüber wach und aufmerksam. Melatonin hingegen sorgt dafür, dass der Körper herunterfährt. Warum der Botenstoff Melatonin so Wichtig in unserem Körper ist und wie du ihn wieder aktivieren kannst, um besser in den Schlaf zu finden, erfährst du in meinem heutigen Beitrag.

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In unserem Gehirn mittendrin sitzt eine kleine Drüse, die Zirbeldrüse. Den Namen hat sie, weil sie die Form eines kleinen Zirbel-kiefer-zapfens hat. Auch ihr englischer Name hat damit zu tun: Pineal Gland – Piniendrüse. Der medizinisch-lateinische Name lautet schlicht „Epiphyse“ – ein aufsitzendes Gewächs. Nicht sehr romantisch, oder?

Seit alter Zeit weiß der Mensch, dass dieses kleine Ding in der Mitte unseres Kopfes etwas ganz Besonderes ist. Man nennt die Zirbeldrüse auch das Dritte Auge und vermutet in ihr besondere Fähigkeiten. Wusstest Du, dass die Zirbeldrüse bei manchen Reptilien und Amphibien noch als drittes Auge vorhanden ist? Sie sitzt nicht mittendrin im Kopf, sondern sitzt direkt auf der Stirn zwischen den Augen und nimmt das Licht direkt wahr. Auch bei uns ist die Zirbeldrüse lichtgesteuert. Sie erkennt die Lichtqualität über die Augen und regelt so die Hormonausschüttungen nach Tageszeit und Beleuchtung.

Studien belegen das! Ist das Licht hell und blaustichig, sind wir wach und agil. Neigt der Tag sich zum Abend, wird das natürliche Licht rotstichiger bis zum Abendrot. Dann schüttet die Zirbeldrüse ein ganz besonderes Hormon in den Körper aus: das Melatonin. Sitzen wir noch spätabends vor blaulastigen Bildschirmen – ob Computer oder Fernsehen – dann interpretiert die Zirbeldrüse dieses Licht als hellen Mittag und schüttet kein Melatonin aus. Die Folge davon ist, wir sind wach und können dann nicht so schnell einschlafen.

Möchtest du noch mehr über die Zirbeldrüse erfahren, empfehle ich dir mein Kurzvideo: Lasst die Zirbeldrüse frei! Wie man die wichtigste Drüse des Körpers reinigt!

Das Melatonin ist einer der wichtigsten Botenstoffe unseres Körpers

Es wird in der Zirbeldrüse aus Serotonin produziert und steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Wer also dauernd vor dem Fernseher oder dem Computer sitzt oder auf dem Handy spielt, darf sich nicht wundern, wenn er Schlafstörungen entwickelt.

Melatonin ist aber nicht nur der Wächter des Tag-Nacht-Rhythmus und sorgt für guten Schlaf, es hat noch viele andere Aufgaben im Körper. Es ist ein sehr wichtiges, körpereigenes Antioxidans, d. h. es mindert den oxidativen Stress, dem unser Körper ständig ausgesetzt ist und der das Altern begünstigt. In den USA wird daher Melatonin als Anti-Aging-Mittel gut verkauft.

Ein guter Melatoninspiegel schützt vor Krebs

Bei Menschen mit einem gesunden Melatoninspiegel können sich Krebszellen nicht so gut entwickeln.

Eine Studie der Berkeley University of California konnte zeigen, dass ein guter, natürlicher Schlaf durch Melatonin die Menschen jung und gesund zu erhalten hilft. Der Unterschied zu Schlafmitteln war dabei deutlich: Schlafmittel betäuben lediglich das Gehirn und wirken auf bestimmte Nervenzellen, können aber das, was man einen gesunden, erholsamen Schlaf nennt, nicht herbeiführen. Man ist zwar nachts ruhiggestellt und meint, geschlafen zu haben. Das wunderbare Gefühl, „ausgeschlafen“ und erholt zu sein, stellt sich mit Schlaftabletten aber nicht ein.

Im Gegensatz zu Schlafmitteln, die teilweise die Neuronen im Gehirn schädigen, hat Melatonin eine Nervenschützende Wirkung. Diese neuroprotektive Wirkung macht sich besonders bei Patienten bemerkbar, die an neurodegenerativen Erkrankungen, wie Alzheimer und Parkinson oder Multipler Sklerose leiden. Stellt man den Melatoninspiegel ideal ein, bessern sich die Symptome. Sogar Folgen von Schlaganfällen können mit der Gabe von Melatonin abgemildert werden. Der weitere Abbau von Neuronen- und Gliazellen – das sind Gewebszellen im Gehirn – kann durch einen gut eingestellten Melatoninspiegel verhindert werden.

Interessanterweise haben Menschen, die unter Schlafstörungen und Melatoninmangel leiden, auch oft Probleme mit Sodbrennen. Das ist offensichtlich eine Nebenwirkung von Melatoninmangel. Denn stimmt der Melatoninspiegel wieder, ist auch das Sodbrennen meist behoben.

Melatoninmangel erhöht leider auch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Es wäre also eine gute Idee, seinen Melatoninspiegel einmal beim Hausarzt messen zu lassen, um zu wissen, was man für seine Zirbeldrüse und deren Melatoninproduktion tun kann.

Zuerst muss man wissen: Was führt zu Melatoninmangel – und da wirst Du wahrscheinlich viel Bekanntes finden, was auch in Deinem Leben vorkommt:

  • Du sitzt zu lange vor Fernseher, Computer und Smartphone
  • Zuviel Kaffee, Schwarztee und Energydrinks
  • Zuviel Rauchen oder Alkohol
  • Dauerstress – und die Sorgenmühle dreht sich im Kopf weiter, auch im Bett.
  • Du nimmst Medikamente, die den Melatoninspiegel senken (ASS, Betablocker oder Cortison)
  • Und unregelmäßige Schafzeiten

Wenn Du davon einiges abstellen kannst, sieht es schon besser aus für Deinen Melatoninspiegel. aber es gibt auch Möglichkeiten, ihn wieder aktiv zu erhöhen:

  1. Gerste enthält viel Melatonin! Versuche, Gerstenbrot zu essen und Gerstenkeime in Deinen Salat zu geben.
  2. Nimm Dir Zeit für Entspannung. Ein Waldspaziergang, Yoga oder Musik zu hören, hilft am Abend, zu Ruhe zu kommen. Dann setzt die Melatoninproduktion bald wieder ein.
  3. Wenn Du zu wenig Serotonin bildest, gib dem Körper, was er dazu braucht, um daraus Melatonin zu produzieren: Ganz wichtig ist hier Vitamine B1 und B12.
  4. Wenn Du Medikamente nimmst, prüfe, ob sie zu Schlafstörungen führen können. Cortison ist beispielsweise der Gegenspieler zu Melatonin und macht wach. Auch manche Blutverdünnungsmittel haben diesen Effekt.
  5. Versuche einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu etablieren – und mindestens 7 Stunden zu schlafen. Möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen.
  6. Tagsüber Vitamin-D tanken und raus an die Sonne gehen. Das stimuliert Deine Zirbeldrüse dazu, wieder einen klar unterteilten Schlaf-Wach-Rhythmus zu etablieren. Übrigens ist Vitamin-D-Mangel auch ein Grund für Schlafstörungen. So hängt immer alles zusammen.
  7. Versuche, am Arbeitsplatz Tageslichtlampen zu benutzen, auch das wird von der Zirbeldrüse erkannt und stärkt den Wach-Schlafrhythmus.
  8. Je weniger man sich abends künstlichem Licht mit hohem Blauanteil aussetzt, umso höher wird der Melatoninspiegel.
  9. Der Verzehr von Gemüse erhöht ebenfalls den Melatoninspiegel.
  10. Und Omega-3-Fette sind günstig für die Produktion von Melatonin.

Du kannst auch Melatonin als Nahrungsergänzung zu Dir nehmen, so wie die Melatonin Drops von Waldkraft. Auch sehr zu empfehlen ist: Deine Schlafgöttin. Darin findet sich neben Melatonin u. a. auch Passionsblume, Vitamin B6 und Lavendel.

Doch auf Dauer ist zu befürchten, dass der Körper seine eigene Produktion dann immer mehr drosselt. Nimm es also besser nicht auf Dauer. Aber, um Zeit zu gewinnen, bestimmte Gewohnheiten umzustellen – und für einen Einstieg in einen gesunden Schlaf, ist eine Zufuhr von Melatonin sicher gut. Wenn sich der Rhythmus eingespielt hat, kannst Du das Einnehmen von Melatonin wieder langsam zurückfahren.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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