Zahnfleischprobleme, Symptome und Behandlung

Kaum jemand hat noch nie in seinem Zahnfleischprobleme gehabt. Die erste Bekanntschaft damit hat jeder schon als Baby, wenn die ersten vier Zähnchen vorne durchbrechen. Das sieht niedlich aus, ist aber eine Zeit der Schlaflosigkeit für die Eltern, denn das Baby weint ständig und schreit jämmerlich. Es gibt zwar Beißringe und Stoffsäckchen für Eiswürfel zum Kühlen des dick und rot geschwollenen kleinen Kiefers. Aber das lindert nur ein bisschen. Ja, und im Alter, wenn man nicht gut auf Zähne und Zahnfleisch aufpasst, dann hat man wieder schmerzhafte Probleme damit, weil man entweder Implantate eingesetzt oder ein Gebiss verpasst bekommt. Auch das strapaziert den Kiefer und das noch vorhandene Zahnfleisch.

➥ Autor: Niki Vogt

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Das am weitesten verbreitete und wichtigste Problem: Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

Das Problem ist, dass diese Erkrankung des Zahnfleischs zwar ungeheuer verbreitet ist, aber die meisten Betroffenen gar nichts davon wissen. Gingivitis macht nur selten Schmerzen. Wenn Du regelmäßig zum Zahnarzt gehst, wird der Dich schnell darauf aufmerksam machen. Aber wenn Du zu den 90 Prozent gehörst, für die ein Zahnarzt-Termin immer eine Überwindung ist, kann diese Erkrankung munter fortschreiten.

Ursache und Symptome

80 bis 90 Prozent der Erwachsenen haben Gingivitis. Es ist eine stille Entzündung des Zahnfleischrandes der am Zahn anliegt. Erst im fortgeschrittenen Stadium macht sich diese zerstörerische Entzündung durch Schmerzen und gerötete Schwellungen bemerkbar. Hier helfen Hausmittel nicht mehr und Du musst zur Behandlung zum Zahnarzt.

Alarmsignale für Gingivitis sind häufiges Zahnfleischbluten, besonders beim Zähneputzen oder Essen. Ein weich gewordenes Zahnfleisch ist ebenfalls eine Warnung, zügig etwas zu unternehmen, wenn Du nicht Zähne verlieren willst. Oft ist auch starker Mundgeruch ein Symptom für eine chronische Gingivitis.

Foto: @OlgaGimaeva via envato.elements

Dauerhafte Abhilfe kann nur gute Mundhygiene und eine regelmäßige Zahnreinigung beim Zahnarzt schaffen. Er entfernt die sogenannte „Plaques“, das sind kalkartige Anlagerungen, die sich zwischen Zahn und Zahnfleischsaum ansammeln. Das ist der „Zahnstein“. Diese Konkremente haften fest an den Zähnen und bieten Bakterien ein schönes Habitat. Die Bakterien greifen den Zahnschmelz an und scheiden Stoffwechselprodukte aus, die diese Entzündungen am Zahnfleischrand verursachen. Das führt dann dazu, dass das Zahnfleisch langsam am oberen Rand abstirbt, sich also zurückbildet. Erst entstehen Zahntaschen, dann setzt die Parodontose ein, der gefürchtete Zahnfleischschwund. Und irgendwann liegen die Zahnhälse mehr und mehr frei und schmerzen. Am Ende verlieren die Zähne den Halt und fallen aus.

Allerdings können auch schlecht sitzende Kronen, Zahnspangen oder Provisorien, die zu lange getragen werden, auf das Zahnfleisch drücken oder kleine Wunden verursachen. Hieraus entsteht dann auch bisweilen eine lokale Zahnfleischentzündung.

Achtung: Wenn Du rauchst, dann blutet auch hoch entzündetes Zahnfleisch nicht. Das Nikotin mindert die Durchblutung im ganzen Körper, also auch im Mundraum und im Zahnfleisch. Diese mangelnde Durchblutung kann eine schon entwickelte Zahnfleischentzündung kaschieren und bist Du es bemerkst, ist Parodontose und Zahnausfall nicht mehr ganz zu vermeiden.

Das also sind die Symptome, bei denen Du unbedingt aktiv werden musst und zum Zahnarzt gehen:

  • Starkes Zahnfleischbluten bei bereits leichten Berührungen
  • Druckempfindlichkeit
  • Zahnfleisch- und Zahnschmerzen
  • Extremer Mundgeruch
  • Viel Zahnstein

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Behandlung

Vorbeugen ist die beste Methode und erspart die Behandlung der Schäden. Wie schon gesagt, das Wichtigste ist die Zahnpflege und Mundhygiene. Eine halbe Stunde nach dem Essen die Zähne putzen mit einer Zahnbürste mit weichen Borsten, das reizt Dein Zahnfleisch nicht. Die Zahnzwischenräume säuberst Du am besten mit diesen kleinen Zahn-Zwischenraum-Bürstchen oder mit Zahnseide.

Im Normalfall, wenn das Zahnfleisch einmal entzündet ist und schmerzt, helfen Dir kühlende Spülungen mit Kamillen- oder Salbeitee. Diese Kräuter wirken gegen Entzündungen, sind beruhigend und gleichzeitig antibakteriell. Auch Salzwasserspülungen helfen. Gehen diese Symptome aber nicht innerhalb von einer Woche weg, dann solltest Du zum Zahnarzt gehen.

In sehr schwierigen Fällen kann das Zahnfleisch sogar nekrotisch werden. Das bedeutet, dass das Gewebe so schnell abstirbt (meistens durch giftige Ausscheidungen schlechter Bakterien), dass es sich dunkel verfärbt und richtig abstirbt, teilweise mit Geschwüren verbunden. Hier hilft nur noch ein Antibiotikum, um weiteren Schaden zu verhindern und anschließend eine Sanierung von Zähnen und Zahnfleisch. Und eine auf Dauer gute und sorgfältige Mundhygiene.

Wichtig: Zuckerschleckerei schadet nicht nur Deiner schlanken Linie. Wer wenig Zucker ist, ist nicht nur schlanker und gesünder, der hat auch gesünderes Zahnfleisch und weniger Karies. Auch Stress ist ein Entzündungstreiber, nicht nur fürs Zahnfleisch, sondern auch den ganzen Körper.

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Propolis bei Zahnfleischproblemen

Einer Studie aus dem Jahr 2020 spezialisierte sich auf die Wirksamkeit von Propolis im Mundwasser gegen Zahnbelag und Zahnfleischentzündung. In der Studie zeigt Propolis antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Für die Ergebnisse wurden neun randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 333 Teilnehmern durchgeführt und ausgewertet. Hierbei wurden für acht Studien Rohpropolis verwendet. In sieben Studien wurde 2 % Chlorhexidin und in zwei Studien 0,12 % Chlorhexidin verwendet.  

Die Ergebnisse weisen auf, dass Mundspülungen mit Propolis Vorteile bei der Reduzierung von Plaque und Zahnfleischentzündungen haben. Während die Studien auf einen potenziellen Nutzen von propolisbasierten Mundspülungen bei Plaque und Gingivitis hindeuten, sollten die Ergebnisse aufgrund der derzeit verfügbaren, qualitativ sehr minderwertigen Evidenz mit Vorsicht betrachtet werden. 

Die Behandlung mit Propolis Tinkturen ist sehr vielfältig hierbei unterscheiden wir zwischen verdünnter und purer Anwendung. Du kannst die bedrop 10% Propolis Tinktur als Propolis-Mundwasser oder oder das Propolis Mundspray alkoholfrei für die tägliche Anwendung verwenden. Das Propolis Mundwasser kannst Du super simpel herstellen und damit ausgiebig Dein Mund nach dem Zähneputzen ausspülen. Wie Du Dein Propolis-Mundwasser herstellst, erfährst Du in diesem Blogartikel von BeDrop.

Foto: @eAlisa via envato.elements

Bakterien – und andere Übeltäter

Um ehrlich zu sein, haben wir ja immer in und auf uns eine Bakterienflora, ohne die wir gar nicht funktionieren könnten. Der ganze Mund-Magen-Darmtrakt ist mehr oder weniger besiedelt, und wenn Du gesund bist und Deine Bakterienbewohnerschaft auch, dann ist alles paletti und es geht allen gut.

Aber wenn aggressive Keime sich ausbreiten, wird es kritisch. Wenn die gesunde, hilfreiche Bakterienpopulation geschädigt ist, dann können Viren oder Pilze sich in Mund und Rachen ausbreiten. Soor zum Beispiel ist ein wirklich unangenehmer Pilzbefall der Mundschleimhaut. Auch das geht meistens mit Fehlern bei der Mundhygiene einher. Nicht nur nachlässige Mundhygiene, auch ein zu viel und zu grob richtet Schaden an. Wenn Du zu oft und zu fest, vielleicht auch noch mit extra harten Borsten, Deine Zähne und das Zahnfleisch malträtierst, ist das auch hoch schädlich für Dein Zahnfleisch. Die Dauerschrubberei fügt Deinem Zahnfleisch ständig massenhaft kleine Verletzungen zu, die nicht mehr schnell heilen. In den vielen kleinen Verletzungen siedeln sich Keime aller Art an. Überdies leidet auch der Zahnschmelz unter zu vielem putzen mit harten Bürsten. Auch am Zahn selbst siedeln sich Bakterien & Co in den feinen Schrammen auf Deinem Zahnschmelz an und beginnen ihr Zerstörungswerk: Karies entsteht.

Foto: @leungchopan via envato.elements

Bläschen im Mund – was ist das?

Hin und wieder bilden sich kleine und erstaunlich schmerzhafte Bläschen im Mund. Gerne innen an der Unterlippe oder am Zahnfleisch unter den unteren Schneidezähnen. Die sind unangenehm, aber es ist oft schwierig, die Ursache dafür auszumachen. Da können kleine Verletzungen im Mund gewesen sein, in die sich Keine gesetzt haben. Oder Nahrungsmittelallergien, Soor oder Virusinfektionen wie Herpes oder die Hand-Fuß-Mundkrankheit, die durch Enteroviren ausgelöst wird. Es sind meistens Infektionen über Körperflüssigkeiten oder schmutzige Gegenstände, die man angefasst hat. Dabei hat man aber auch diese Bläschen nicht nur am und im Mund, sondern auch an Händen und Füßen (daher der Name).

Einzelne Bläschen im Mund sind meist sogenannte „Aphten“. Das sind ziemlich schmerzhafte, scharf begrenzte, etwa drei Millimeter große, weißliche Blasen auf den Mundschleimhäuten. Sie gehen nach ein paar Tagen fast immer von selber weg. Eine Spülung mit Kamillentee lindert das Brennen.

Es kann aber auch eine Lebensmittelallergie sein. Dann kannst Du nur das Allergen meiden. Kehrt das immer wieder oder war es ein sehr schwerer Allergiezustand, kann man mit Cortison den Anfall fast sofort abklingen lassen.

Foto: @YuriArcursPeopleimages via envato.elements

Zum Schluss ein paar Tipps zur Mundhygiene

Neben einer weichen Zahnbürste solltest Du Dich auch einmal nach einer für Dich geeigneten Zahncreme umsehen. Es sollte möglichst eine ohne Titanoxid sein. Das kann nicht nur Zähne schön weiß machen – es hat auch eine nicht so schöne Seite: Es steht im dringenden Verdacht, Genschäden zu verursachen und Krebs zu begünstigen. Wenn Du zu Zahnfleischproblemen neigst, solltest Du einfach einmal zu fluorfreien und titanoxidfreien Zahncremes greifen. Es gibt auch Zahncremes, die Ringelblumen- oder Kamilleestrakte enthalten oder andere, entzündungshemmende Substanzen.

Mundwasser zum Spülen ist eine gute Sache. Aber auch hier enthalten viele bedenkliche Chemikalien, meistens aus der Chlorhexidin-Reihe. Auf Dauer und jeden Tag ist diese Brutalchemie aber eigentlich nicht so empfehlenswert.

Viel einfacher und enorm viel preiswerter sind zwei ganz alte Mittel: Salz Sole oder Wasserstoffperoxid. Salzwasser schmeckt nicht so angenehm, ist aber wirksam. Wasserstoffperoxid desinfiziert ohne Gift, schmeckt auch nur schwach und hellt auf Dauer sanft die Zähne auf. Früher hat man damit auch Haare blondiert. Als Mundwasser verleiht es Dir ein strahlendes Lächeln.

Du kannst Wasserstoffperoxid als 3%ige Lösung (höhere Konzentrationen sind ätzend) für wenig Geld im 5-Liter-Kanister im Netz kaufen. Diese dreiprozentige Lösung ist ungefährlich und ätzt nicht. Man kann sie sogar noch etwas mit Wasser verdünnen. Wenn Du einen Frischekick beim Mundspülen willst, dann gib ein paar Tropfen Pfefferminzöl ins Glas oder Menthol. Weniger frisch, aber sehr gut bei akuten Entzündungen ist Teebaumöl.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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