Der „Supersauerstoff“ Ozon und sein therapeutischer Nutzen

Ozon ist eine Sonderform von Sauerstoff, die insbesondere in den höheren Schichten der Atmosphäre (Troposphäre) vorkommt. Dort fängt er eine Menge aggressiver UV-Anteile des Sonnenlichtes ab und schützt so das Leben auf der Erdoberfläche. Der Name kommt aus dem altgriechischen „ozein“, das heißt „riechen“, denn Ozon hat einen sehr eigenen Geruch.

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Ozon als reines Gas ist tiefblau und zerfällt bald zu normalem Sauerstoff. Der besteht aus zwei aneinander haftenden Sauerstoffatomen, denn in seiner äußeren Atomschale hat der Sauerstoff (O = Oxygenium) sechs Elektronen. Da diese Schale aber mit 8 Elektronen komplett ist, versucht er immer, die zwei fehlenden Elektronen von anderen Atomen zu holen. Das nennt man oxidieren. Deshalb „klammern“ sich gern zwei Sauerstoffatome aneinander, es entsteht O2, der normale Sauerstoff. Trifft der auf die schwachen Wasserstoffatome, zerren die beiden O-Atome jeweils die Elektronen von zwei Wasserstoffatomen an sich und es entsteht Wasser (H2O). Ozon ist noch weit reaktionsfreudiger.

In die Lunge oder die Augen darf Ozon nicht geraten, dort ist seine oxidative Kraft ätzend. Daher auch die eindringlichen Warnungen vor hohen Ozongehalten in der Luft. Durch die ultravioletten Anteile der Sonneneinstrahlung entsteht aus Stickoxiden (NOx) des Autoverkehrs das Ozon, das Rachenschleimhaut, Lunge und Augen angreift und für Kopfschmerzen sorgt.

Ozon ist nämlich eine hochreaktive, instabile Verbindung von 3 Sauerstoffatomen (O3). Ozon ist also ein sehr starkes Oxidationsmittel. Diese Eigenschaft kann man nutzen, beispielsweise als Bleichmittel oder Desinfektionsmittel. Im Ersten Weltkrieg leistete es gute Dienste als Wunddesinfektion. Heute wird Ozon oft zur Trinkwasseraufbereitung und zur Entkeimung von Schwimmbädern eingesetzt, weil es weder schädliche Nebenwirkungen, wie bei desinfizierenden Chemikalien aufweist, noch können Keime und Bakterien Resistenzen dagegen entwickeln.

1841 entdeckte der deutsche Physiker Schönbein das Gas Ozon, das er wegen seines strengen Geruchs „Ozon“ nannte. Werner von Siemens gelang es 16 Jahre später, Ozon auf elektrischem Wege in größeren Mengen herzustellen. Bis heute benutzen Heilpraktiker und Ärzte diese Methode, um medizinisches Ozon herzustellen, das aus reinem Sauerstoff gewonnen wird.

Close up male’s legs Ozontherapie Behandlung an den Beinen des Menschen (Foto: Yakov_Oskanov)

In der Alternativen Medizin zeigt die Ozontherapie gute Erfolge, sogar in der Tumortherapie, wie Studien bei Krebspatienten belegen. Die Modulation und Aktivierung des Immunsystems ist eine der häufigsten Anwendungen, aber auch bei Karies, Diabetes, koronare Herzkrankheiten oder Durchblutungsstörungen sowie Infektionen, Parkinson-Syndrom und rheumatischen Erkrankungen findet die Ozontherapie erfolgreich Anwendung.

Um das Ozon in den Körper zu bringen, wird meistens dem Patienten unter sterilen Bedingungen Blut abgenommen und mit frisch hergestelltem Ozon angereichert und sofort in den Blutkreislauf des Patienten eingespeist. Dabei gibt es die große und die kleine Eigenblutbehandlung.

Bei der Kleinen entnimmt man nur 1-5 ml Venenblut, das mit einem Gemisch aus Ozon und Sauerstoff angereichert, in den Gesäßmuskel oder unter die Haut zurück injiziert wird. Die große Eigenblutbehandlung verwendet 50-100 ml Blut aus der Armvene. Das wird direkt in eine Einweg-Tropfflasche geleitet, wo es von einem Sauerstoff-Ozongemisch durchperlt und dann als Infusion zurück in den Blutkreislauf gegeben wird.

Der den Körper durchspülende dabei frei werdende Sauerstoff entfaltet schnell seine Wirkung. Die Ozoninfusion erfrischt das Blut und macht es dünnflüssiger, die roten und weißen Blutkörperchen werden agiler, das Immunsystem deutlich gestärkt und aktiviert. Gleichzeitig wirkt das Ozon bei Bakterien, Viren und Pilzen keimtötend. Auch Hepatitis kann so behandelt werden. Es gibt aber auch – je nach Ziel der Behandlung – Muskelinjektionen, Beutelbegasung bei Hautproblemen und andere Anwendungen.

Die Einsatzgebiete für die Ozontherapie
Anwendungsbeispiele/Indikationen (alphabetisch) sind:

  • Angina pectoris (Beschwerden durch Einengung der Herzkranzarterien)
  • Allergien
  • Alterserkrankungen (Geriatrie)
  • Arthrosen
  • Bluthochdruck
  • Biologische Krebsbehandlung
  • Chronische Infektionen
  • Darmerkrankungen, entzündliche, aber auch chronische Verstopfung
  • Durchblutungsstörungen, insbesondere von Gehirn (z.B. nachlassende Leistungsfähigkeit) und Extremitäten (z.B. schlecht heilende Wunden, Raucherbein)
  • Embolie
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Gelenkrheumatismus
  • Herzinfarkt
  • Heuschnupfen
  • Infektanfälligkeit
  • Krampfaderleiden
  • Migräne
  • Osteoporose
  • „Raucherbein“ (Verschluss von Arterien in den Beinen)
  • Rheuma
  • Schlaganfall (Nachsorge, wenn eine Durchblutungsstörung vorlag)
  • Schwindel
  • Thrombose (Behandlung der Folgeschäden)
  • Tinnitus
  • Unterschenkelgeschwüre, „offenes Bein.“

Die Ozontherapie ist eine vielseitige, so gut wie nebenwirkungsfreie, alternative Behandlungsmethode, wird allerdings nicht von den Kassen bezahlt.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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