Corona-Maßnahmen und ihre Folgen für Körper und Seele

Corona hat uns alle auf verschiedene Weise traumatisiert. Die Maßnahmen sind seit dem Winter 2020/2021 ein ständiger Begleiter. Jetzt, 2022 im November sitzen wieder viele wie hypnotisiert und starren auf die „Inzidenzen“. Das Wort, was vor Ende 2020 noch niemand kannte, ist heute ein Synonym für Unheil, Unsicherheit und drohende Isolationshaft geworden.

Steigen die magischen Inzidenzzahlen, werden auf der Landkarte die Länderflecken wieder rot, gar dunkelviolett, kommen bange Fragen hoch: Wird es wieder einen Lockdown geben? Werden wir wieder daheim eingesperrt? Wird mein Arbeitgeber einen neuerlichen Lockdown überstehen? Oder erfahre ich nachher, dass ich arbeitslos geworden bin? Darf man wieder nur in Supermärkte und alle anderen Läden sind zu? Vielleicht für immer?

Der Corona Maskenzwang: ein Martyrium für Kinder

Und dann der Maskenzwang. Manche fanden sie furchtbar, andere wurden hysterisch, wenn jemand sie nicht vorschriftsmäßig trug. Ein kleines Mädchen im Bus starb an Kohlendioxidvergiftung unter der Maske, das wurde als Fake-News abgestritten, obwohl es wissenschaftliche Arbeiten gibt, die das Risiko bestätigen. Ein Tankstellenwart wurde ermordet, weil er einen Kunden zum Tragen der Maske ermahnte.

Die medizinischen Masken wurden als ein harmloses Mittel angepriesen und verordnet. Heute wissen wir: Sie sind nicht harmlos und der Schutz ist nur minimal. Sie sehen aus, wie Stoff oder Papier, sind aber tatsächlich invasive Mikroplastik- und Chemieschleudern. Die Frankfurter Rundschau schrieb es schon am 3. Februar 2021, zu Beginn des Impfjahres:

Viele Corona-Masken sind ungesund und geben bei längerem Tragen Silberchlorid und Mikroplastik an Haut und Atemluft ab. Wie Sie sich davor schützen können. Das Hamburger Umweltinstitut hat herausgefunden, dass Masken, die zu Corona-Zeiten getragen werden, viele Schadstoffe wie Mikroplastik abgeben. (…) Untersuchungen des privaten Hamburger Umweltinstituts (HUI) haben nach eigenen Angaben gezeigt, dass die derzeit genutzten Masken „teilweise erhebliche Mengen Schadstoffe“ abgeben – darunter flüchtige organische Kohlenwasserstoffe und Formaldehyd (Anm: was hoch krebserregend ist). Zudem entstehe gerade beim Tragen über mehrere Stunden und bei Mehrfachnutzung Mikroplastik, das eingeatmet werde. „In Versuchen haben wir bis zu 2000 Fasern pro Tag festgestellt, die teils mit der Atemluft in die Lungen gelangen“, sagte der HUI-Vorsitzende, Professor Michael Braungart, der Frankfurter Rundschau.“

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Eine Studie aus diesem Jahr bestätigt die Besorgnis des Hamburger Umweltinstituts. Die Studie „Detection of microplastics in human lung tissue using μFTIR spectroscopy“ kommt zu einem erschreckenden Ergebnis, dass bei Operationen nun immer mehr Mikroplastik in den Lungen zu finden sind: „Bei 11 von 13 Lungenoperationen fanden die Operateure sehr viele Plastikpartikel und Fasern aus Polypropylen und PET in den Lungen der Patienten. Die größten Partikel waren bis zu zwei Millimetern groß. Da diese Funde sehr neu und erst seit den Corona-Eindämmungsmaßnahmen auftauchen, gehen die Mediziner davon aus, dass diese Plastik-Staubkörner und Mikroplastikteilchen und Fasern von den Mund-Nasenschutzmasken stammen, zumal diese Teile exakt aus dem Material bestehen, aus dem diese Masken sind. Diese Teilchen können auf Dauer der Auslöser für Lungenkrankheiten bis hin zu Krebs sein. Die Warnungen der Ärzte 2021 wurden in den Wind geschlagen und in die Nähe von Verschwörungstheorien gerückt.“

Der Guardian berichtete im März von einer anderen Studie, die herausgefunden hatte, dass die Mikroplastik-Partikel aus der Lunge ins menschliche Blut einwandern. Aber auch da bleiben sie nicht. Schwimmend im Blut gelangen sie überall durch den Körper, um sich in den Organen festzusetzen. Es ist vollkommen unbekannt, was das an Probleme und Krankheiten auslösen kann.

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Verfettung & Bewegungsmangel schaden der Gesundheit nachhaltig

Die Technische Universität München untersuchte, wie die Pandemie-Maßnahmen das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Erwachsenen und ihr Körpergewicht beeinflusst hat. Das Ergebnis: Zirka 40 Prozent der Umfragepersonen haben in dieser Zeit signifikant zugenommen und mehr als die Hälfte hatte deutlich weniger Bewegung, als vor der Pandemiezeit mit ihren Lockdowns. Zudem wurde mehr gegessen und auch an ungesundem Naschwerk, wie Süßigkeiten, gezuckerte Getränke und Fastfood vertilgt, einerseits aus Langeweile, andererseits als „Seelentrost“.

Unseligerweise nahmen gerade die Übergewichtigen besonders stark zu, was in der Regel mit erhöhten Herz- und Kreislaufproblemen, Metabolischem Syndrom, Entstehung von Diabetes und Gelenkproblemen einhergeht. Und je höher das Körpergewicht, umso weniger bewegen sich die Menschen, umso schneller nehmen sie zu. Im Durchschnitt liegt die Gewichtszunahme bei 5,6 Kilo, bei den Befragten mit einem höheren BMI von über 30 sogar bei durchschnittlich 7,2 Kilo.

Dabei entsteht ein Teufelskreis: Denn die entstehende Adipositas (Fettleibigkeit) ist wiederum eine Triebfeder der Pandemie. Denn je höher der BMI, desto höher das Risiko, sich mit Covid zu infizieren.

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Flucht in Alkohol, Zigaretten, Medikamente & Drogen – wenn die Psyche nicht mehr mitspielt

In den Bars und Restaurants, sofern sie nicht geschlossen waren, ging der Alkoholkonsum zwar drastisch zurück, weil es keine „geselligen Runden“ mehr gab und aus Angst vor Infektion im Allgemeinen weniger Gäste kamen. Dafür aber explodierte der Alkoholkonsum daheim – und das weltweit. Das Trinken verlagerte sich in die eigenen vier Wände – und ohne eine gesellschaftliche Kontrolle wurde auch einfach mehr getrunken, auch „Wirkungssaufen“ genannt. Die „Global Drug Survey führte im Mai-Juni 2020“ eine internationale Studie durch, wonach ca. 60.000 Personen (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Österreich, Niederlande, Schweiz, Australien, Neuseeland, Brasilien, USA) befragt wurden. Davon gaben 43 Prozent an, häufiger Alkohol getrunken zu haben und 36 Prozent gaben an, mehr Alkohol konsumiert zu haben. Ebenso stieg der Zigaretten- und Drogenkonsum. Überdies versuchen viele, ihren Kummer und die Einsamkeit in der Isolation mit Medikamenten – oft zusätzlich zu Alkohol und Zigaretten zu betäuben.

Für eine deutsche Studie der Krankenkasse Pronova „Psychische Gesundheit in der Krise“ wurden 154 Psychiater und Psychotherapeuten in Praxen und Kliniken befragt. Diese Betriebskrankenkasse zählt 650.000 Versicherte. Sechs von zehn der mitwirkenden Therapeuten stellten häufigere und schwerwiegendere Alkoholprobleme fest. Ein Drittel der Experten bemerkten einen gestiegenen Konsum von härteren Drogen wie Cannabinoiden, Kokain oder Halluzinogenen.

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Einige Befragte gaben an, mit dem Alkohol ihre Ängste und Sorgen zu kompensieren, die die Corona-Krise bei ihnen ausgelöst hat. Die gesünderen Mittel, Stress zu bewältigen, wie Ausgehen, Kinobesuche, Tanzen, Sport aller Art oder Waldspaziergänge fielen ja größtenteils aus.

Zu glauben, das treffe nur psychisch labile Menschen, oder solche, die schon länger ein Drogen- und Alkoholproblem haben, ist falsch. Wie sich quer durch alle Studien zeigte, sind auch bis zum Beginn der Lockdowns und der Maßnahmenpakete ganz unbelastete Menschen plötzlich dabei. Denn die psychische Belastung ist doppelt: Einerseits plagen sie Job- und Existenzängste – andererseits können sie aber überhaupt nichts dagegen tun. Sie sind hilflos und kaltgestellt. Und zu allem Überfluss sind sie auch noch isoliert, eingekerkert, einsam, gelangweilt und die Sorgenmühle im Kopf lässt sich nicht abstellen – außer man dröhnt sich den Kopf zu. Und das führte in nicht wenigen Fällen in die Sucht.

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Häusliche Gewalt als Ventil für den Frust

Die Organisation „Weißer Ring“ kümmert sich um Opfer von Straftaten und Gewalt. Dort kann man bei der Telefonhotline anrufen und bekommt jede mögliche Hilfe. Nicht nur, dass dies in Coronazeiten außerordentlich schwierig war, das Aufkommen an Hilferufen ist sprunghaft gestiegen. In den Coronajahren nahm die Zahl der häuslichen Gewaltdelikte deutlich zu. Besonders hoch war die Melderate in und nach den Lockdowns. Von 2019 auf 2020 sei die Zahl der Hilferufe um etwa 4.000 auf zirka 22.000 gestiegen. Die Anzahl der Online-Beratungen habe sich sogar verdoppelt. Rund 80 Prozent der Gewaltopfer sind Frauen.

Was den Kindern – die ebenfalls zu den Opfern häuslicher Gewalt gehören – in der Corona Pandemie durch die Schulschließung, der Isolation, dem Alleinsein, der Trennung von Freunden und Spielkameraden psychisch angetan wurde (siehe Artikel: Kinder in Corona-Quarantäne, wie ertrage ich meine Familie?), ist unbeschreiblich. Doch dazu kommen noch Maskenzwang, ebenfalls Bewegungsmangel und die Unterforderung, was lernen und spielen betrifft. Dazu kam die Überforderung der Kinder, mit gestressten, depressiven und frustrierten Erwachsenen umgehen zu müssen und Ängste, Frust und Zorn der Eltern hautnah zu spüren. Welche physischen und psychischen Folgen, das noch zeigen wird, ist noch unklar.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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