N-Acetylcystein – ein billiges, erprobtes, altbekanntes „Wundermittelchen“ voller Überraschungen

Es gibt es in jeder Apotheke für wenig Geld, man schenkt ihm kaum Beachtung und doch ist ein kostbarer Schatz. Die meisten kennen es nicht einmal. Darum ist es Zeit das sich das heute ändert. Im Beitrag erfährst du warum N-Acetylcystein sehr vorteilhaft für Dich ist.

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Früher hieß der Stoff Mercaptursäure

Die Notfallmedizin kennt es als ein potentes Gegenmittel bei Überdosierung und Vergiftung mit dem Schmerzmittel Paracetamol. Und obwohl es dafür gar nicht gedacht ist, wird N-Acetylcystein, kurz NAC bei bestimmten Nierenproblemen, bei Infektionskrankheiten und in der Psychiatrie eingesetzt.

Am bekanntesten ist die schleimlösende Wirkung von N-Acetylcystein bei Husten und Bronchitis. Das leichtere Abhusten ist nicht nur irgendwie angenehmer, sondern verhindert auch, dass die Bronchien überanstrengt und entzündet werden. N-Acetylcystein besitzt ausgeprägte, entzündungshemmende Eigenschaften.

Was bei Infektionen sehr vorteilhaft ist: N-Acetylcystein stimuliert effektiv das Immunsystem. Dabei ist NAC einerseits ein Medikament, da es aber gleichzeitig fast keine toxischen Wirkungen hat, auch ein Nahrungsergänzungsmittel. Sogar eine Tagesdosis von fast 12 Gramm (!) über ein Vierteljahr genommen führt nicht zu erwähnenswerten Nebenwirkungen.

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N-Acetylcystein als Nahrungsergänzungsmittel

Als Nahrungsergänzungsmittel genommen, stellt N-Acetylcystein dem Körper das Cystein zur Verfügung, was er zur Bildung von Glutathion braucht. Dieser Stoff wiederum spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers, also der Biotransformation schädlicher Substanzen. So entsteht beispielsweise beim Abbau von Paracetamol ein toxischer Stoff, der giftig für die Leber ist – aber durch Glutathion neutralisiert wird.

Besonders in der Wachstumsphase bis zum Erwachsenenalter und bei starker, körperlicher Anstrengung sowie im höheren Alter braucht der Körper viel Aminosäure – und die liefert das N-Acetylcystein in leicht zu verarbeitender Form. Wie es scheint, kann das N-Acetylcystein auch das Altern ein wenig verlangsamen – und überdies oxidativen Stress abfedern. Es mildert die Auswirkungen von Rauchen, Stress aller Art und der Nebenwirkungen von Medikamenten – weil es eben die Bildung von Glutathion stark fördert. Glutathion ist ein sehr starkes Antioxidans. Es ist an sehr vielen verschiedenen Funktionen des gesamten Organismus beteiligt. So stimuliert es die Immunabwehr, entgiftet den Körper und regelt Funktionen in den Zellen, die für das reibungslose Zusammenarbeiten der Organe sehr wichtig sind.

Leider nimmt im Alter der Glutathionspiegel ab und die Organe arbeiten nicht mehr optimal. N-Acetylcystein ist hier ein preiswertes Mittel, den Glutathionspiegel wieder „aufzupeppen“ und dadurch wieder bessere Körperfunktionen zu ermöglichen.

Darin liegt zum einen Teil die Wirkung, die das Altern aufhalten kann. Zum zweiten ist es der oxidative Stress, der zu vielen kleinen Schäden hier und da führt, die der Körper reparieren muss – was im Alter immer langsamer und ineffizienter geschieht. Die kleinen Schäden hier und da summieren sich und werden zu ernsten Problemen und Schäden. Das kann von frühzeitiger Alterung bis zur Alzheimer-Krankheit oder Parkinson reichen. Eine gute Glutathion-Versorgung kann daher tatsächlich das biologische Altern verlangsamen.

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N-Acetylcystein hilft auch von außen

NAC schützt und hilft nicht nur von innen, sondern auch gegen negative Auswirkungen von außen: Die Leber ist unser Organ zur Verwertung der Nahrung, sie sorgt für die Produktion von Galle und für die Verarbeitung von Fett zu Glukose. Das ist einfachen Zucker, der als Energieträger und „Brennmaterial“ für den Körper. Die Leber leistet die Produktion von Eiweißen für die Blutgerinnung und das Immunsystem. Und sie ist nicht zuletzt das Entgiftungsorgan: Alkohol ist ein Genussmittel, aber ein Gift. Ohne die tapfere Leber ginge es uns sehr schlecht nach zwei Gläsern Wein. Hier ist NAC der natürliche Verbündete der Leber. Forschungen haben erwiesen, dass NAC Schäden an der Leber verhindern kann. Darunter unter anderem auch:

• schädliche chemische Verbindungen in der Nahrung oder in Medikamenten
• Schwermetalle
• übermäßige Einnahme von Medikamenten (wie Paracetamolvergiftung)
• Zigarettenrauch
• Lärm und andere stressige Umwelteinflüsse.

Die besonderen Wirkungen von N-Acetylcystein wurden in mehreren Studien untersucht

So ist NAC mit seinen kaum vorhandenen Nebenwirkungen auch ein wunderbares Mittel bei:

Arthritis: NAC mit seinem antioxidative Potenzial kann gegen Gelenkentzündungen eingesetzt werden. Entzündungen in Knorpel und Knochen werden vermindert, die Gelenkzerstörung gebremst. Im Tierversuch konnte eine Gelenkknorpelzerstörung und der damit verbundene Zelltod gestoppt werden.

Krebs: Im Tierversuch war NAC zum Beispiel in der Lage, Karzinogene abzubauen, die DNA zu reparieren und die Entwicklung von Tumorzellen zu verhindern. Sogar bei starken Rauchern kann NAC als Krebsprävention punkten, wie eine Studie belegt. Das liegt auch daran, dass das Mittle über einen langen Zeitraum ohne Wirkungsverluste und ohne Nebenwirkungen angewendet werden kann. NAC hat Studien zufolge ein breites Anwendungsspektrum als Schutzmechanismus gegen DNA-Schäden und den Schäden, die eine Mtation der DNA (wie eben Krebs) anrichten kann, sogar eine Metastasierung von Krebszellen kann es eindämmen.

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Die Schutzfunktion von NAC auf die Blutgefäße ist ebenfalls ein Forschungsgebiet, auf dem die Wissenschaft lernen musste, dass das Allerweltsmittel noch mehr kann, als man dachte. Die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften dieses Billigstoffes sind auch hier segensreich.

Eine echte Überraschung ist das NAC bei COPD und idiopathischer Lungenfibrose. Diese Lungenkrankheit hat meistens eine schlechte Prognose für den Betroffenen. Die chronisch sich verschlechternde Erkrankung tritt meistens bei älteren Menschen auf. Bei einer Lungenfibrose verändert sich das Gewebe der Lunge und die Lungenfunktion wird mehr und mehr eingeschränkt. Unter einer NAC-Behandlung verbesserten sich die Vitalkapazität der Lunge signifikant, wenn auch die Lebenserwartung dennoch nicht erheblich stieg im Verhältnis zu Probanden, die mit herkömmlichen Mitteln behandelt wurden.

Schon länger bekannt ist der Einsatz von NAC zum Schutz des Herzens: Bypass-Patienten zeigten unter Gabe von NAC wesentlich bessere Werte, weniger oxidativen Stress und weniger Herzmuskelschäden, insbesondere mit dem Hintergrund eines Diabetes. Auch hier überrascht NAC in Studien mit einem starken Schutz-Potenzial des Herzens bei Diabetikern. Das leigt auch hier wieder an der sehr günstigen Wirkung des NAC gegen oxidativen Stress.

Auch bei mangelnder Durchblutung des Herzens (Ischämie) ist NAC sehr hilfreich.

Noch wird weitergeforscht und es könnten durchaus auch weitere Anwendungsgebiete in dem unscheinbaren Mittelchen zum „Abhusten“ verborgen sein!

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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