Jin Shin Jyutsu – Heilströmen durch Deine Hände

Hast Du schon einmal von der Methode „Jin Shin Jyutsu“ gehört? Nein, es ist keine fernöstliche Kampfsportart, auch wenn es sich ähnlich anhört. Richtig ist, dass es eine fernöstliche Methode oder Technik ist. Die Übersetzung der drei Namensteile „Jin Shin Jyutsu“ bedeutet übersetzt Barmherziger-Gott-Kunst. Es wird auch japanisches Heilströmen genannt.

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Die Jin Shin Jyutsu-Kunst

Es ist eine Kunst oder Technik der Harmonisierung der Lebensenergie im Körper, das, was die Chinesen das Qi nennen. Jin Shin Jyutsu ist ein bisschen wie Reiki, falls Dir das was sagt. Die Jin Shin Jyutsu-Kunst beruht auf 26 „Sicherheits-Energieschlössern“ (SES), die durch die Leben in den Körper kommt. Geraten einige dieser Schlösser in Disharmonie, stoppt in dieser Zone der Energiefluss – was Auswirkungen im ganzen Körper hat.

Um diese Energieblockaden wieder zu lösen, legt entweder der Behandler oder man selbst die Hände auf die entsprechenden Sicherheits-Energieschlösser. Aber was ist denn dieser Energiekreislauf und wie kann man ihn „strömen“ lassen?

Foto: @jacoblund via envato.elements

Das kannst Du Dir selbst recht einfach veranschaulichen

Setze oder lege Dich bequem hin. Dann stelle Dir intensiv vor, wie Dein Blutkreislauf durch Deinen Körper strömt. Von den großen in die kleineren Adern und dann in die feinen Adern. Überall versorgt das Blut die Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff, sodass sie atmen und leben und gedeihen können – und dann strömt das Blut wieder zurück, um neu und frisch aufgeladen den Kreislauf neu zu beginnen. Den Blutkreislauf kann man sehen, dessen Sauerstoffgehalt und Zuckergehalt messen.

Und jetzt stell Dir vor, dass der Energiekreislauf ganz genauso durch Deinen ganzen Körper strömt und statt Sauerstoff und Nährstoffe reine Energie in Deinen Körper verteilt. Dieser Energiefluss durchdringt aber nicht nur Deinen Körper, sondern auch Deinen Geist und Deine Seele. Ein Stau, eine Blockade im Energiestrom führt zu Krankheiten und Problemen. Etwa so, wie auch ein Stau im Blutkreislauf: Thrombosen und Schlaganfälle sind hier die physischen Blockaden. Energieblockaden ziehen körperliche Blockaden nach sich und führen nach längerer Zeit oft zu Krankheiten, wenn sie nicht aufgelöst werden.

Instinktiv versuchen wir, uns mit unseren eigenen Händen zu heilen. Foto: @ckstockphoto via envato.elements

Die 26 Sicherheits-Energieschlösser

Die 26 Energiepunkte oder „Sicherheits-Energieschlösser“ sind die Punkte, an denen sich solche Blockaden bilden, wo sie aber auch gelöst werden können.

Überleg einmal: Wenn es Dir nicht gut geht und Du Dich unwohl fühlst – legst Du Dir vielleicht die eine Hand auf den Bauch und die andere auf die Stirn? Tatsächlich ist es so, dass wir oft instinktiv versuchen, uns mit unseren eigenen Händen zu heilen. Widerfährt uns etwas Schreckliches, legen wir die Hände an unsere Wangen und halten den Kopf, um uns Halt und Sicherheit zu geben. Wer Rückenschmerzen hat, stemmt die Hände in den Rücken an der Hüfte und drückt sich damit gerade. Wer tief nachdenkt, stützt gern den Kopf in die Hand und aktiviert damit instinktiv die Energiepunkte für Konzentration.

Jiro Murai, der Begründer des Strömens

Der Japaner Jirô Murai war der Entwickler des Jin Shin Jyutsu, des Heilströmens. Erfinder kann man ja nicht sagen, denn erfunden hat es die Natur und unser Körper. Jirô Murai wurde 1886 geboren und entwickelte sich als junger Mann zu einem Tunichtgut. Er ließ nichts aus und war mit 26 Jahren davon so geschädigt und krank geworden, dass die Mediziner ihm nicht mehr helfen konnten.

Jirô Murai zog sich als Einsiedler in die Berge zurück, um dort in einer Hütte zu sterben. Er meditierte und nahm dabei Hand und-Finger-Stellungen ein, die er von Buddha-statuen kannte. Er aß und trank nichts mehr und schien tatsächlich zu sterben. Doch am siebte Tag durchströmte ihn plötzlich Hitze und er fühlte einen wunderbaren inneren Frieden. Am nächsten Tag fühlte er sich gesund und ging geheilt von den Bergen hinunter in sein Dorf. Jirô Murai war sicher, dass seine Hände und die Buddha-Handhaltungen geholfen hatten, ihn zu heilen. Von da an widmete sich Jirô Murai der Heilung anderer durch diese Technik der Handauflegungen auf sich selbst und andere. Er wollte den Menschen zeigen, wie sie ganz intuitiv selbst die richtigen Stellen und Punkte mit ihren Händen finden, um sich zu heilen. Bald wurde seine Kunst in der Welt bekannt.

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Ein weiterer, wichtiger Punkt ist das Atmen

Dem Atem maß Jirô Murai eine noch wichtigere Rolle zu, als den Händen. Zusätzlich zu den Handauflegungen sollte man bewusst atmen, um den Energiekreislauf in Gang zu setzen und gleichzeitig mit den Händen den Körper zu reinigen und mit Energie aufzuladen.

Bestimmte Hand- und Fingerpositionen, wie sie auch bei den Buddhastatuen zu sehen sind, werden als „Grundausstattung“ eingesetzt. Sie heißen „Mudras“. Ein sehr altes Wort, das aus dem Sanskrit kommt und „Freude bereitend“ bedeutet.

Beugen, Dehnen oder das Aneinanderlegen einzelner Finger leitet Energie durch verschiedene Regionen unseres Körpers. Es beeinflusst aber auch unsere Gedanken und unser Bewusstsein. Mudras zu praktizieren, kann uns zu einer höheren Bewusstseinsebene verhelfen.

Es gibt ein paar sehr einfache Übungen, die schon Wirkung zeigen:

Umschließe einfach einen Finger mit den Fingern der anderen Hand. Lasse die Finger dabei locker. Bedenke dabei, dass jeder Finger mit 14.000 Funktionen in unserem Körper und Geist „verdrahtet“ ist. Führst Du diese sehr simple Übung mit jedem Deiner Finger einmal durch, hast Du jeden einzelnen Finger mit Energie aufgeladen, was Deinem ganzen Körper Kraft und Energie zuführt. Gleichzeitig wirst Du Dich entspannt und harmonisch fühlen. Wenn Du darauf achtest, kannst Du sogar fühlen, wie der Finger pulsiert.

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Fühlst Du Dich müde und ausgelaugt? Dann mache Mudra 5!

Dazu legst Du das obere Glied des Daumens auf den Nagel des Mittelfingers, sodass es einen Ring bildet. Durch diesen Kreis steckst Du den Mittelfinger der anderen Hand und machst mit dem Daumen einen weiteren Kreis. Die beiden Daumen-Mittelfinger-Kreise hängen nun ineinander. Lass die anderen Finger locker ausgestreckt. Dieses Mudra reinigt, energetisiert und belebt den Körper und den Geist. Es soll auch gut gegen Stimmungsschwankungen sein.

Das sind nur ein paar kleine Übungen, die jeder gleich machen kann. Wenn Du lernen willst, alle 26 „Sicherheits-Energieschlösser“ zu nutzen und die vielen Kombinationen der Handpositionen (Mudras) zu den verschiedensten Zwecken, dann kannst Du Dir dazu Bücher besorgen oder Kurse besuchen. Wie z.B das Buch: Jin Shin Jyutsu für Anfänger: Wie Sie die Kunst des Heilströmens Schritt für Schritt erlernen und durch Handauflegen ganzheitlich Gesundheit auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene erfahren. Aufmerksames In-sich-Hineinhorchen und einfühlsame Wahrnehmung machen den überwältigenden Erfolg dieser Heilkunst aus. Denn der gesunde Körper befindet sich in einem Gleichgewicht zwischen psychischen, seelischen und physischen Aspekten, in dem die lebensnotwendigen Energieströme frei und ungehindert fließen können. Jede Erkrankung ist demnach Zeichen für eine Störung dieser Balance und gezieltes Handauflegen führt durch das sogenannte Strömen dazu, energetische Blockaden zu lösen.

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Vieles kannst Du aber auch selber durch Eigenbeobachtung herausfinden. Das ist das Schöne und zugleich Interessante an dieser Technik. Einerseits kannst Du es erlernen, aber auch zu einem Behandler gehen. Du kannst es bei Dir oder anderen anwenden. Du kannst den erprobten Mudras folgen, aber auch Deine ganz eigene, inividuelle Selbstbehandlung entwickeln. Und noch etwas: Es ist zwar wirksam, aber „Jin Shin Jyutsu“ ist so sanft, dass man sich damit keinen Schaden antut. Es ist eine Reise zu Dir, bei der Du Dich selbst kennenlernst und weiterentwickelst – und dabei Gesundheit und Harmonie finden kannst.

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