Internationaler Tag des Bieres

Erstaunlich: Erst seit August 2008 gibt es diesen internationalen Gedenktag, der 2007 ins Leben gerufen wurde und mit dem Symbol „I love International Beer Day“ wirbt. Welt der Gesundheit.TV hat sich dem Thema in diesem Bericht gewidmet. Von A wie Anstich, über B wie Blume bis Z wie Zapfhahn gehen wir das Thema nicht ganz so bierernst an, wenn gleich die aufkommende Biergrippe schon nachdenklich stimmt. An diesem Tag sollte sich jeder für ein kühles Bierchen erwärmen können.

➥ Autor: Andreas Müller-Alwart

Der internationale Tag des Bieres ist der ultimative Zeitpunkt, um eine Keller- oder Poolbar würdig in Betrieb zu nehmen. Selbstverständlich darf dabei die hauseigene Zapfanlage nicht fehlen. Notfalls gilt auch ein Blechfass-Anstich „light“ auf dem Tresen der Hausbar, aber Profis lächeln natürlich über derartige Installationen, sind letzten Endes dann aber doch erfreut, wenn das kühle Getränk angezapft ist und die Expertendiskussion flüssiger vonstattengeht. So manche Dame eines Zapfanlagenbesitzers mag über die Heftigkeit der Biersorten-Debatten lächeln, aber es liegen nun einmal Welten zwischen einem Pils, Hellem, Weizenbier, Stark- oder Lagerbier. Ach was schreibe ich: Es liegen ja schon Welten zwischen einzelnen Pilssorten. Trüb, naturtrüb, ungefiltert … Deswegen sind ja solche Expertenrunden am Biergedenktag so wichtig.

Mutige Bierproben

Heute ist auch der richtige Zeitpunkt, endlich die ganzen Probierpackungen von internationalen Bieren, die man sich unterjährig besorgt hat, gut gekühlt zu würdigen. Wer das Ordern verpennt hat, der kann nur noch auf das 20 Flaschen-Deutsche-Spezialitäten-Bier-Paket von Amazon hoffen. Eventuell – per Drohne gekühlt eingeflogen – kann es den Partyfrieden noch rechtzeitig wieder herstellen. Auf einen Fauxpas (bierdeutsch: Fehler) sollte der stolze Gastgeber eines solchen eloquenten Fachtreffens dieses Jahr unbedingt verzichten: Der Gag mit dem Corona-Bier. Der ist ultra-out, vorbei, perdus … Das ist wie bei der guten alten Hitparade mit Dieter Thomas Heck: War zweimal dabei – bitte nicht mehr wiederwählen bzw. nicht mehr auftischen. Bevor übrigens allzu mutige Bierproben im Mund negativ in Erinnerung bleiben: Es empfiehlt sich zwischen den einzelnen exotischen Biergängen immer zwischen zu spülen – mit dem Lieblingsbier des Hauses natürlich.

Foto: @zamrznutitonovi via envato.elements

Kalt getrunken wärmstens zu empfehlen

Wahre Experten besorgen sich allerdings Raritäten kleiner Privatbrauereien und überzeugen damit ihre Besucher. Kleine naturtrübe Bierperlen oder kleine exotische Mischungen finden sich mittlerweile in jedem kleinen Örtchen – pardon: Ich meine an jedem kleinen Ort. Punkten kann man unter Freunden auch, in dem man exzellente Biere aus Ländern präsentiert, die ansonsten nicht so bekannt für Braukunst sind. Der Autor dieser Zeilen hat sich dazu bereits im Mai auf Korfu in die Recherchen vor Ort gestürzt und sich mit der dortigen Korfu-Bier-Technologie ausgiebig vertraut gemacht und kann – kalt getrunken – eigentlich alle dortigen Sorten nur wärmstens empfehlen.

Die Veranstaltungen im Rahmen des Gedenktages

Was die Recherche nicht zutage förderte: Wo finden denn eigentlich im Rahmen des internationalen Tages des Bieres in Deutschland entsprechende Veranstaltungen statt? International sollen es ja mehrere hundert sein. Auch die wirklich sinnvollen Merchandising-Artikel zu diesem Gedenktag sind eher mager gestreut. Als sinnvollstes Accessoire kann sicherlich dieses Paar Socken bezeichnet werden, das bei Amazon direkt mit dem Bier-Probierpaket geordert werden kann.

Bei aller Lockerheit, mit der wir hier das Thema und diesen Gedenktag auch betrachten, sei auf wirklich wichtige und ernst zu nehmende Themen hingewiesen:

Bierguide-Fachkenntnisse sind ein Muss!

Zum einen ist es heutzutage wirklich unerlässlich, dass man mit einer gewissen Bildung und Fachkenntnis sich dem Bierkonsum hingibt. Hier hat der Bierkenner längst an das Niveau versierter Weinexperten angeschlossen und möchte nicht als Alkoholkonsument zweiter Klasse verkannt werden. Hilfreich ist die entsprechende Fachliteratur. „Bier wird heute nicht mehr nur getrunken, Biergenuss wird zelebriert. Eine riesige Auswahl an Biersorten erobert inzwischen die Getränkekarten und Supermarktregale – bis hin zum erfrischenden Sauerbier Gose und süffigem Blond Bier“, lesen wir auf der Webseite zum internationalen Tag des Bieres, der auch mit Fachliteraturempfehlungen aufwartet. Ein aufwendig gestalteter Bierguide von Sünje Nicolaysen untersucht gewissenhaft die Craft-Beer-Bewegung sowie die große Biervielfalt. „Anschaulich und unterhaltsam erklärt sie, welche Biersorten es gibt, worin sie sich unterscheiden und welches Bier zu welchem Essen passt.“ Der ambitionierte Biertrinker kann sich hier Stück für Stück weiterentwickeln bis zum Bierbrauer.

Institut für Bierologie und Hektoliteratur

Zum anderen findet sich in Freiburg (Schustergasse, Altstadt) eine Lokalität, die entsprechend des Universitätsstadt-Charakters, ein Institut für Bierologie und Hektoliteratur beheimatet. Man darf sich nicht täuschen lassen vom äußeren Eindruck, der auf eine Altstadtkneipe mit Studentenflair hindeutet: Hier treffen sich Experten und saufen wissenschaftlich. In einer solchen Runde muss auch einst der Begriff Symposium – wörtlich eine Art Saufgelage – entstanden sein. Auch hier haben wir vor Ort recherchiert und einen konstruktiven Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten erlebt – jedenfalls so weit ich mich anderntags noch daran erinnern konnte.

Zum Schluss muss ein doch etwas ernsthafteres Thema angesprochen werden, denn die Viren machen auch nicht vor den Biertrinkern halt.

Foto: @Zinkevych_D via envato.elements

Die Biergrippe

Das Thema ist so wichtig, dass dazu direkt von der Website www.biergrippe.de die wesentlichen Fakten zitiert seien. „Im Winter steigt mit sinkenden Temperaturen die Gefahr einer Infektion mit Grippe-Erregern. Neben der saisonalen Influenza geht in diesem Jahr eine zusätzliche Gefahr durch die Biergrippe aus. Sie wird ausgelöst durch ein neuartiges Influenzavirus, gegen das derzeit kein nennenswerter Immunschutz besteht. Dieser Virus bildet sich gerne im Winter, da der Genuss von Bier in dieser Jahreszeit erfahrungsgemäß gering ist und dadurch das Immunsystem geschwächt ist“, berichten – vermutlich Experten (?) – auf der Webseite. Bei der Biergrippe können Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen usw. auftreten – sie sei aber im Regelfall nicht lebensbedrohlich. Es gibt Präventions- und Behandlungserfahrungen wie folgt: „Wenn Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten, aber auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten, dann ist die Erkrankung vermutlich bereits ausgebrochen. Sobald weitere Einschränkungen oder Behinderungen dadurch eintreten, dann ist unverzüglich zu handeln. Eine Quarantäne und weitere Behandlungen sind jetzt erforderlich.“

Prävention vor der Biergrippe

„Konsequentes Handeln ist die beste Vorbeugung und die Seite www.biergrippe.de hilft dabei. Fangen Sie schon vor der Biergarten- und Grillsaison an, Ihren Bierkonsum merklich zu steigern. Somit können Sie sukzessive Ihren persönlichen Immunschutz verbessern. Dabei können die Maßnahmen daheim oder bei einer bekannten Hauskneipe durchgeführt werden. Teilen Sie Ihrem Wirt bereits beim Betreten der Kneipe mit, dass Sie sich möglicherweise mit dem neuen Virus Biergrippe angesteckt haben.“ (2)

Behandlung

„Sie müssen sich dringend an die folgenden Empfehlungen halten. Es sollte so schnell wie möglich ein gutes kühles Bier getrunken werden. Bier enthält als Wirkstoff Alkohol und gewährleistet, dass krankmachende Keime innerhalb von 30 Sekunden zu mindestens 99,5% inaktiv werden. Dieser Vorgang sollte zumindest so oft wiederholt werden, bis die täglich empfohlene Menge von 2-3 Liter Bier erreicht ist.“ (2)

Foto: @dslrno via envato.elements

Cenosillicaphobie

In wenigen, aber dann sehr ernsten Fällen, kommt es zu einer Cenosillicaphobie. Die Cenosillicaphobie ist die Angst (Phobie) vor leeren Gläsern. Mit diesem Fachbegriff (engl. Cenosillicaphoba) bekommt diese Angstkrankheit mancher Menschen vor dem leeren Bierglas endlich einen wissenschaftlichen Namen. Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem internationalen Tag des Bieres fragen Sie bitte Ihre Brauerei oder Ihren Ausschankwirt.

Quellenverzeichnis:

  1. Internationaler Gedenktag/Feiertag des Bieres
    https://www.feiertag.de/bedeutung-der-feiertage/tag-des-bieres.php (aufgerufen 28.07.2022)
  2. Offizielle Webseite zur Biergrippe: www.biergrippe.de (aufgerufen 30.07.2022)

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