Warum Tamarinde in keiner Küche fehlen sollte

Tamarinde wird auch: „indische Dattel“ genannt, stammt ursprünglich aus Afrika, hat sich aber von da aus in den Tropen rund um die Welt verbreitet und ist äußerst vielseitig. In unserem Ratgeber findest du viele spannende Fakten rund um Geschmack, Inhaltsstoffe und Wirkung der Tamarinde.

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Der älteste Nachweis einer Tamarinde in Indien ist eine Holzkohle in Narhan, am Ganges und die ist 3.300 Jahre alt. Der Name stammt aus dem arabischen „tamar hindi“ was bedeutet „indische Dattel“. In Indien gilt der Baum als heilig, bei manchen afrikanischen Stämmen auch. Die Baumrinde soll Elefanten weise machen. In Burma glaubt man, dass der Regengott in der breit ausladenden Baumkrone wohnt.

Der Tamarindenbaum, botanisch Tamarindus indica, ist ein Johannisbrotgewächs. Der Baum wächst sehr langsam und bildet außergewöhnlich hartes Holz. Es dauert etwa zehn Jahre bis der Tropenbaum die ersten Früchte trägt. Bis dahin sind die Wurzeln sehr tief in den Boden gewachsen und seine Äste ragen bis zu 25 Metern hoch in den Himmel. In der Nacht faltet er seine kleinen Blättchen zusammen, als mache er die Augen zu, um zu schlafen. Zwischen Dezember und März reifen aus den hübschen, roten Blüten der Tamarinde die langen und braunen und Bohnen-ähnlichen Fruchtschoten.

Foto: @baothaitranuaf via Twenty20

Das Fruchtfleisch, wenn sie reif ist, schmeckt fein säuerlich herb und hat antiseptische Eigenschaften, weil es das Antioxidans Polyphenol enthält. Deshalb wird das Fruchtfleisch in der Volksmedizin zur Wunddesinfektion und gegen Hautinfektionen eingesetzt – wie z.B. Pilzerkrankungen. Überdies enthält die Frucht auch etwa 10 mg Eisen, das ist schon die empfohlene Tagesdosis. Eine gesunde Eisenquelle im Körper verhilft zur einer guten Zahl roter Blutkörperchen. Ferner enthält Tamarinde noch Calcium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Vitamin B1 & B2, Natriumiodid und etwas Vitamin A, Vitamin C, Thiamin, Riboflavin Niacin und Pektine. In Asien werden Currygerichte und Tschutneys mit Tamarinden – Rinde gewürzt.

Gern lege ich Dir das Buch: Tamarinde ans Herz. Tamarinde ist ein Gewürz mit einem charakteristischen, angenehm fruchtig-säuerlichen Aroma. In vielen Ländern ist Tamarinde verbreitet, aber in Deutschland ist sie bislang wenig bekannt. Das Buch enthält ausführliche Informationen über den Tamarindenbaum und den als Gewürz genutzten Teil, seine Schoten. Alle Fragen von der Beschaffung über die Aufbewahrung bis zur Verwendung werden beantwortet. Im Rezeptteil finden sich zahlreiche Rezepte, die zum Ausprobieren einladen: Vorspeisen und Suppen, Fisch-und Fleischgerichte sowie Vegetarisches, Desserts und noch mehr. Ein ausführliches Glossar erläutert weitere Begriffe.

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Die Bestandteile des Tamarindenmarks, die für die gesundheitlichen Anwendungen wichtig sind, sind Terpene (wie sie in Geranien und Limonen und Kiefern vorkommen) und Phenylpropane (wie Zimtsäure). Die Früchte verfügen auch über entzündungshemmende Eigenschaften.

Der hohe Gehalt an B-Vitaminen und Thiamin ist ein wahres Nerven- und Muskelelixier. Thiamin stärkt das Nerven- und Muskelsystem. Der Vitamin-B-Komplex verbessert die Nervenfunktionen, gleichzeitig wird der Muskelaufbau gefördert. Zusammen mit guten Nervenfunktionen ist das insbesondere für die Älteren unter uns ein guter Weg, aktiv und beweglich zu bleiben und die Reflexe vital zu erhalten.

Schon vor 3.000 Jahren wusste man um die heilende Wirkung von Tamarinde. Besonders als mildes Abführmittel wird die Pflanze gern eingesetzt. Interessanterweise führt es aber nicht zu Durchfall, sondern nur zu aktiver Verdauung. Schon der persische Arzt Alhervi (um 970 n. Chr.) nutzte dieses natürliche Mittel, wie auch der berühmte Arzt Paracelsus. Denn Tamarinde enthält einen hohen Anteil an Ballaststoffen und Fasern, die die Darmmuskulatur aktivieren.

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Gleichzeitig stimuliert Tamarinde die Gallenaktivität. Das bewirkt, dass die Nährstoffe schneller aufgespalten und verdaut werden. Die Magensäfte werden angeregt, was die Verdauung beschleunigt und die abführende Wirkung vorbereitet. Dadurch wirkt aber Tamarinde auch appetitanregend. Die Behandlung mit Tamarinde ist durch all diese besonderen Wirkungen sogar gut gegen chronischen Durchfall.

Noch gefragter, ist aber die ausgleichende Wirkung auf die Herzgesundheit und den Blutdruck. Das hängt damit zusammen, dass Tamarinde das Cholesterin auf natürliche Weise im Gleichgewicht hält. Das Cholesterin und der Blutdruck sind die wichtigen Faktoren für die Herzgesundheit. Kalium schützt die Herzgesundheit und hilft, den Blutdruck zu senken. Dank seines Vitamin-C-Gehalts schützt es auch noch die Herzgesundheit und stärkt das Immunsystem. Ganz nebenbei bekämpft das auch die freien Radikalen im Körper und ist ein gutes Hilfsmittel für Diabetiker, weil Tamarinde dafür sorgt, dass der Blutzucker nicht zu schnell ansteigt. Im Gegenteil, die Tamarinde wirkt ausgleichend.

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Vitamin C und die antioxidative Wirkung des in der Tamarinde enthaltenen Polyphenols stärken das Immunsystem. Dazu kommt, dass der Wirkstoffmix aus antiseptischen und antimikrobiellen Stoffen der Tamarinde eventuellen Parasiten im Körper den Garaus macht. Tamarinde wird in vielen tropischen Ländern gegen Darmwürmer bei Kindern eingesetzt.

Studien zeigen, dass ätherisches Tamarindenöl extrem gut gegen verschiedene Arten von Bakterien wirkt. Sogar gegen hartnäckige Bakterien, wie Eschwie E.Coli und Salmonellen wirkt der Tausendsassa. Damit kann Tamarinde auch sehr unangenehme Infektionen mit Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen mildern.

Tamarinde deckt einen guten Teil des täglichen Vitamin- und Mineralstoffbedarfs. Eine gesunde Eisenquelle im Körper garantiert die richtige Anzahl roter Blutkörperchen im Körper, wodurch sichergestellt wird, dass verschiedene Muskeln und Organe richtig funktionieren und mit Sauerstoff versorgt werden. Auch Anämie, die durch Eisenmangel verursacht wird, bessert sich durch Tamarinde.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung

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