Geschichte von Glyphosat, die weitreichenden Folgen und Seilschaften

Der Wirkstoff Glyphosat wurde erstmals 1950 von einer kleinen Schweizer Pharmafirma synthetisiert. Über Verkäufe, zuerst Johnson&Johnson, dann Sigma-Aldrich, gelangte der Wirkstoff zur Firma Monsanto und wurde als Verbindung zur Wasserenthärtung geprüft. Der Chemiker John E. Franz entdeckte die herbizide Wirkung, was zur Patentierung von Glyphosat und zur gleichzeitigen Markteinführung als „Roundup®“ im Jahr 1974 führte.

➥ Autor: Barbara M. Thielmann

➥ Hier geht es zu Teil I: GLYPHOSAT: das neue Agent Orange?

➥ Buch zur Artikel: Elektrosmog und Glyphosat

Zunächst wurde das kostengünstige Glyphosat als Wirkstoff in der Landwirtschaft eingesetzt, um die Felder vor der neuen Aussaat von Unkräutern zu befreien, doch ab den 90er Jahren wurden gentechnisch veränderte Pflanzen mit Glyphosatresistenz zugelassen. Dies ermöglichte es, glyphosathaltige Herbizide auch nach der Aussaat und während des gesamten späteren Wachstums der Pflanzen einzusetzen.

Die Patente auf die Herstellung von Glyphosat sind im Jahr 2000 abgelaufen

Das heißt im Grunde: Jeder kann es jetzt herstellen, in seine Herbizide oder andere chemische Mittel mit einbauen. Und so wurde Glyphosat 2015 von mindestens 91 Chemieunternehmen in 20 Ländern hergestellt. Allein in China gibt es 53 Hersteller, in Indien 9 und in den USA 5. Die produzierte Menge wurde für das Jahr 2008 auf 600.000 Tonnen Glyphosat geschätzt, 2011 auf 650.000 Tonnen und 2012 auf 720.000 Tonnen, Tendenz steigend. Mehr als 40 % des Glyphosats werden in China hergestellt. 2016 exportierten chinesische Unternehmen über 70.000 Tonnen Glyphosat und -Formulierungen. Derzeit liegt die jährliche weltweite Produktion bei etwa 850.000 Tonnen, wobei China der Hauptproduzent ist.

Dann schauen wir jetzt doch mal auf die neuesten Studien über Glyphosat und sein angebliche „Unschädlichkeit und seine geringen Nebenwirkungen“.

Die Studien zeigen, dass Roundup bereits in geringen Mengen eine nichtalkoholische Fettleber verursachen kann. Die Studie, angeführt von Dr. Michael Antoniou am Kings College in London nutzte die fortschrittlichsten Methoden um die Leber von Ratten zu untersuchen. Diese hatten zuvor über zwei Jahre eine extrem niedrige Dosis Roundup erhalten. Die Dosis unterschritt das erlaubte Maß 2000fach. Trotzdem litten die Ratten danach an einer nichtalkoholischen Fettleber. Dr. Antoniou: „Die Ergebnisse sind besorgniserregend. Sie zeigen das erste Mal eine kausative Verbindung zwischen dem Umweltgift Roundup und einer immer häufiger auftretenden Krankheit, der nichtalkoholischen Fettleber.“

Foto: @eddows via Twenty20

Zum Thema Fettleber finden wir dann auch eine Stellungnahme im Deutschen Ärzteblatt

Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 447-52; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0447 Weiß, Johannes; Rau, Monika; Geier, Andreas

Aufgrund der globalen Adipositasepidemie nehmen auch Fettlebererkrankungen zu. Die Prävalenz der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) liegt derzeit in der Normalbevölkerung bei 14–27%.

Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2013 und liegen heute deutlich höher.

Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass ein ständiger Verzehr von Nahrungsmitteln mit Roundup Belastung krank machen kann. Dabei lag die eingesetzte Menge von 4 Nanogramm per Kilogramm Körpergewicht 75.000-mal niedriger als es die EU erlaubt (!).

Die nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) betrifft in USA und Europa mittlerweile über 25 % der Bevölkerung. Normalerweise wird diese Krankheit durch Diabetes, Übergewicht, hohe Triglizeridwerte und hohe Cholesterinwerte ausgelöst. Trotzdem erkranken immer mehr Menschen an NAFLD, obwohl sie keinen der erwähnten Risikofaktoren aufweisen. Nebenbei wird ja auch kaum noch bei erhöhten Werten, oder generell bei abweichenden Werten im Blutbild die richtige Frage gestellt. Die nämlich lauten sollte: Was hat den Körper dazu veranlasst, dies zu tun? Denn es handelt sich immer, um den Versuch etwas zu regulieren. Der Körper ist weiser als wir denken. Von daher ist es wenig sinnvoll, bei hohen Cholesterinwerten oder hohen Blutdruckwerten einfach den üblichen „Senker“ einzusetzen. Das ist vollkommen sinnbefreit, weil die Ursache ja nach wie vor bestehen bleibt. Und so ist es auch im Bereich der Belastungen im Körper durch Gifte, hier eben Glyphosat. Schauen wir, was weiter geschah.

Foto: @ako via Twenty20

2010 patentierte Monsanto Glyphosat als Antibiotikum

[…] Im Jahr 2008 reichte Monsanto ein Patent ein, um Glyphosat als Antibiotikum patentieren zu lassen. 2010 war es dann so weit. Unter der Patentnummer 7.771.736 wurde Glyphosat als Antibiotikum patentiert. Studien zeigen, dass Glyphosat nützliche Darmbakterien eliminiert. 70 % unseres Immunsystems befinden sich in unserem Darm. Die Vernichtung nützlicher Darmbakterien zerstört das natürliche Gleichgewicht und kann uns Krank, Übergewichtig oder beides machen. Immun gegen Glyphosat ist fatalerweise das Bakterium „Pseudomonas aeruginosa„ – es kann Glyphosat verarbeiten, dabei fällt als Abfallprodukt Formaldehyd an. Ebenso zählt das Bakterium Pseudomonas aeruginosa zu den am häufigsten auftretenden resistenten Krankenhauskeimen. Während also die nützlichen Darmbakterien durch Glyphosate vernichtet werden, ernähren sich die schädlichen Bakterien von Glyphosat und machen uns krank. […]

[…] Es ist nicht nur der Antibiotika Mißbrauch bei der Tierhaltung oder zuviel Antibiotika Gaben beim Arzt, die Resistenzen gegen Antibiotika auslösen. Wir nehmen schon beim Essen von Produkten, die mit Glyphosat behandelt wurden, wie Brot oder andere Getreideprodukte, dieses Gift auf. Ebenso erfolgt eine Glyphosataufnahme durch den Verzehr von Tieren, die mit RoundUp Ready (genmanipuliertes Futter) Soja oder Mais gemästet wurden. In Deutschland haben die führenden Geflügelproduzenten wie Wiesenhof angekündigt, zukünftig Gen-Soja zu verfüttern. […]

Dr. Nancy Swanson PhD und Dr. Stephanie Seneff PhD haben das Thema GMO und Glyphosat mit Studien durchleuchtet. Auch Dr. Dietrich Klinghardt hat durch diese Forschung weitere Folgen und Symptome von Glyphosat mit seiner ART©-Regulationsdiagnostik nachweisen können. Und die Folgen sind verheerend! Man könnte es sogar etwas dramatisch ausdrücken: Generationen belastend. Hier ein Weiterführender Link dazu.

Hier nur einige Folgen durch Glyphosate, die bis heute festgestellt und verifiziert, aber nicht alle anerkannt worden sind:

  • Autismus
  • Alzheimer
  • Kindersterblichkeit
  • Mißbildungen bei Neugeborenen
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Übergewicht/Adipositas
  • Hormonstörungen
  • Schilddrüsenstörungen
  • Nierenschäden

So kann man sagen, dass der Autismus nicht nur in den USA, dem mit am meisten belasteten Land durch Glyphosat, sondern weltweit steigen wird. Zuerst betraf es mehrheitlich Jungen, weil sie das anfälligere Immunsystem gegenüber Mädchen haben. Aber bis zum Jahr 2025 wird sich das ausgeglichen haben, sodass die Anzahl an autistischen Kindern 1:1 Jungen und Mädchen betrifft. Als Beispiel: 1970 wurde von 10.000 Kindern eines mit Autismus diagnostiziert. 2013 waren von 10.000 Kindern bereits 50 mit Autismus diagnostiziert. 2025 könnten von 10.000 Kindern bereits 5.000 Autismus haben, sollten wir nichts unternehmen. Dass dies keine Fantasterei ist, zeigt folgende Grafik, in der sichtbar wird, dass das Ansteigen des Autismus (in den USA) mit dem Einsatz von Round up korrelierte.

Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Backwaren mit Glyphosat belastet sind

Bei einem Test von Ökotest waren acht von zehn Brötchen mit diesem Gift verseucht. Die Belastungen lagen unterhalb der Grenzwerte, die aber von Fachleuten als viel zu hoch angesehen werden.

Auch in Fleisch ist Glyphosat nachweisbar. In der intensiven Tiermast wird hauptsächlich genmanipuliertes Soja aus Amerika benutzt. Geflügelproduzenten wie Wiesenhof und andere, setzen genmanipuliertes und damit Glyphosat verseuchtes Futter ein. Dadurch lassen sich die Produktionskosten noch weiter senken.

Das Umweltinstitut München e.V. hat sogar Bier auf Glyphosat getestet. Das erschreckende Ergebnis: Alle getesteten Biersorten wiesen Glyphosat Rückstände auf. Die gefundenen Werte lagen zwischen 0,46 Mikrogramm pro Liter (µg/l) und 29,74 µg/l, im Extremfall also fast 300-fach über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser von 0,1 µg/l. Für die Brauereien kein Problem, da es keine Grenzwerte für Glyphosat im Bier gibt.

Die Spätfolgen für unsere Kinder sind absolut verheerend und der Vergleich mit Agent Orange wird immer manifester. Aus einer Studie in Mexico stammt folgende Zeichnung von Kindern im Alter von vier und fünf Jahren. Einmal kam das Kind aus einer unbelasteten Gegend aus dem vulkanischen Hochland, ohne starke Pestizidbelastung, das andere Mal handelt es sich um Kinder aus Mexico City, wo die Belastung enorm hoch ist. Die Ergebnisse sind bedrückend und bedürfen keiner weiteren Erklärung.

Bild: Aus dem Vortrag: Umwelteinflüsse & Entgiftung/2017 Minute | 33:42 | Dr. med. Dietrich Klinghardt

Glyphosat ist längst im Menschen nachweisbar. Bei Untersuchungen an Menschen, die in Städten leben und nicht in der Landwirtschaft tätig sind, wurde Glyphosat im Blut gefunden. Der einzige Weg, diese Glyphosate aufzunehmen, sind unsere Lebensmittel. In der Landwirtschaft wird häufig kurz vor der Ernte Glyphosat als Reifungsmittel ausgebracht. Es vernichtet Unkräuter, die Erntemaschinen blockieren könnten. Außerdem läßt es das Getreide künstlich reifen. Allerdings sind die Glyphosat Rückstände dann in den Getreidekörner und werden von uns durch Brot und andere Getreideprodukte verzehrt. Ein weiterer Weg der Glyphosat Aufnahme ist die Tiermast. Vielfach wird genmaninpuliertes RoundUp Ready-Tierfutter (meist Soja oder Mais aus USA, Kanada und Brasilien) an die Tiere verfüttert. So gelangt Glyphosat über das Fleisch in unseren Körper.

Und um das hier in aller Kürze abzurunden, da gibt es noch etwas, was die meisten gar nicht wissen. Nämlich das Glyphosat noch einen weiteren, uns sehr bekannten Giftstoff enthält. Und wer kennt sie nicht, die berühmte Phenylalanin-Quelle, auch bekannt als ASPARTAM!

Bild: @Xianglu Han via www.researchgate.net

Dieser nicht unerhebliche Anteil an Phenylalanin führt nun zwei schwer giftige und schädliche Substanzen zusammen. Es könnte auch gut sein, dass eben genau dieser Anteil an Aspartam oder E 951 zu den Leberzirrhosen führt. In jedem Fall aber führt die Kombination zu sogenannten „Stillen Entzündungen“ (Silent inflamations), über die wir auch in Kürze schreiben werden.

Zu guter Letzt, weil es so zeitgemäß ist und der größte Hersteller für Glyphosat derzeit in China sitzt, die provozierende Frage: gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Coronaviren?

In der Tat. Da gibt es einen Zusammenhang. Hier einmal das, was ich in Erfahrung bringen konnte, die Recherche wird fortgesetzt.

Dr. Stephanie Seneff, die bereits weiter oben mit ihrer Arbeit zusammen mit Dr. Nancy Swanson zitiert wurde, äußert ihre wissenschaftlich fundierte Meinung zu Tests von Coronaviren, HIV und dem Zusammenhang zwischen der Vergiftung der Bevölkerung durch Glyphosat, der daraus resultierenden Schädigung des Immunsystems der Menschen und dem letztendlichen Ausbruch verschiedener Epidemien – von denen HIV und Coronaviren zwei sind. Es ist vielleicht nicht überraschend, dass sich HIV überall dort ausbreitet, wo Glyphosat zuerst eingeführt wurde … (!)

Außerdem sind die Provinz Hubei und Wuhan sowie die Ufer des Jangtse-Flusses voll mit Fabriken, die giftige Chemikalien herstellen, darunter offenbar auch eine Produktionsanlage für Glyphosat, die, wie es den Anschein hat, in diesem Moment weiter vom Fluss weg verlagert wird. Vielleicht ist es daher nicht überraschend, dass diese so genannte Coronavirus-Angst, ob nun ein Killervirus oder ein relativ harmloses Virus, ihren Ursprung in Wuhan hat.

Stephanie Seneff ist Wissenschaftlerin. Insbesondere ist sie leitende Wissenschaftlerin am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Ihr Arbeitsgebiet in diesem Bereich umfaßt die Interaktion zwischen Mensch und Computer sowie Algorithmen für Sprachverständnis und Spracherkennung. Wir werden hier noch mehr von Dr. Seneff und ihrer Arbeit bringen.

Foto: @twenty20photos via envato.elements

Fassen wir zusammen, was man nun zu Glyphosat wissen muß.

  • Glyphosat ist in Lebensmitteln
  • Glyphosat ist im Tierfutter und somit im Fleisch
  • Glyphosat ist am chronischen Botulismus von Rindern beteiligt
  • Glyphosat ist in Bier
  • Glyphosat ist in Tampons
  • Glyphosat kann Mißbildungen verursachen

Politiker ignorieren das Risiko!

Glyphosat kann und sollte man regelmäßig ausleiten. Auch hierzu ist ein Artikel geplant. Schaue wieder in den nächsten Wochen bei Welt des Gesundheit.tv vorbei.

➥ Hier geht es zu Teil I: GLYPHOSAT: das neue Agent Orange?

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