Borstig, aber so gesund für Haut und Immunsystem: Trockenbürsten

Produkt: Luffa-Handschuh
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Produkt: Jentschura Profi-Massagebürste
Produkt: Manna Naturkosmetik

Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers und muss viele lebenswichtige Aufgaben erfüllen. Oft behandeln wir sie ziemlich stiefmütterlich. Trockenbürsten, neudeutsch „Dry Brushing“, verbessert tatsächlich die Hautgesundheit und das Hautbild. Die verstärkte Durchblutung bringt den Kreislauf in Schwung und macht agil und wach. Bei regelmäßiger Anwendung kann man damit Kreislaufschwankungen regulieren und den Blutdruck normalisieren. Hände und Füße werden gut durchblutet und angenehm warm. Gleichzeitig wird der Hautstoffwechsel aktiviert und die Regeneration der Haut angekurbelt.

Cellulite soll damit regelrecht weggebürstet werden, zumindest sichtbar gemindert. Dabei wird die Haut keineswegs rauh, sondern weich, zart und glatt. Hollywoodstars schwören darauf und praktizieren es täglich. Es stimuliert die Durchblutung und regt das Lymphsystem an. Das ist ebenfalls ein Bestandteil des Immunsystems und dient auch der Ausleitung von Schlacken und Schadstoffen aus dem Körper. Sogar erhöhte Blutzucker-, Cholesterin- oder Harnsäurewerte können damit positiv beeinflusst werden. Manche erleben auch, dass es bei Migräne hilft. Überdies vermittelt es sofort ein Wohl- und Wonnegefühl und schüttet Glückshormone aus.

Obwohl es eine Praxis des indischen Ayurveda ist, wurde es auch hier in Europa schon sehr lange angewandt: Im Mittelalter, so kann man in den Gesundheitsbüchern der Klöster nachlesen, war es in den Klöstern ein ständig genutztes Mittel, um besonders in der kalten Jahreszeit die „Lebenssäfte zu stärken“, also das Immunsystem fit zu halten. In der Neuzeit machte Pfarrer Sebastian Kneipp sich die alte Therapie zu eigen und das Trockenbürsten war wieder „in“.

Die heute noch bekannte „Klosterbürste“ war aus sehr feinem Bronzedraht (Kupfer-Zinn-Legierung) gefertigt. Diese Bronze hat noch weitere positive Wirkungen. Noch heute gibt es sie als „Ionenbürste“ zu kaufen, ist aber eher etwas für Unempfindliche. Man sollte aber in jedem Fall eine Bürste aus reinen Naturborsten verwenden. Bürsten mit Stiel haben den Vorteil, dass man den Rücken besser erreicht. Bürste, die ein Band über den Rücken gespannt haben, liegen gut und sicher in der Hand. Es gibt auch Modelle, die beides haben und die Bürste auf dem Stiel abnehmbar aufgesteckt ist. Manche schwärmen von Luffaschwämmen. Geeignet sind auch Massagehandschuhe aus Sisal- oder Hanffasern.

Das Trockenbürsten wird sehr ähnlich wie eine Wechseldusche angewandt. Zuerst einmal: Es sollen sanft kreisende Bewegungen sein, kein kräftiges Scheuern. Die Bürstenmassage muss rechts unten außen an Fuß und Unterschenkel, also am herzfernsten Ort beginnen, dann folgt die Innenseite des rechten Unterschenkels. Nächster Schritt: der linke Unterschenkel auf dieselbe Weise. Dann kommt er rechte und dann der linke Oberschenkel dran. Dann das Gesäß. Danach dasselbe Prozedere erst mit dem rechten und anschließend linken Arm. So arbeitet man sich auf die Herzgegend vor.

Jetzt kreisen wir mit der Bürste erst über den Unterbauch, dann geht es weiter hoch zur Brust. Wer das kann, sollte auch den Rücken bearbeiten. Gut ist es, danach zu duschen, denn bei der schönen Striegelei sind viele Hautschüppchen gelöst worden und können unter der Dusche abgewaschen werden. Denn das Bürsten ist auch ein Peeling. Bitte nicht heiß oder kalt duschen, sondern eher lauwarm oder leicht kühl. Wer danach nicht duscht, sollte aber dennoch die Haut mit einer Lotion wieder nähren und beruhigen. Dabei nimmt man möglichst ein parfümfreies Naturkosmetikprodukt.

Empfohlen sind 5-10 Minuten Dauer für das Bürstenritual am Morgen. Weniger bringt kaum Effekt, länger ist für die meisten zu strapaziös für die Haut.

Wer auch sein Gesicht bürsten möchte, sollte aber eine deutlich weichere Bürste dafür nehmen. Die Haut könnte sonst überreizt werden. Hier reicht auch dreimal pro Woche gut aus. Aber im Gesicht sorgt die in den meisten Drogerien erhältliche, weiche Gesichtsbürste für Weichheit, Durchblutung, Lymphsystemaktivierung und Zellgeneration.

Bei der Gesichtsmassage beginnt man am Hals oder an den Schultern und kreist mit der Bürste langsam immer höher. Weiter sanft kreisend bewegt man die Bürste über Kinn, Mundwinkel, Wangen und Nasenseiten bis zur Stirn. Abgeschlossen wird die Behandlung mit Kreisen über Schläfen und Ohren bis zur Rückseite des Halses. Von hier aus, wenn es geht, tiefer bis zum Nacken und etwas weiter hinunter. Denn hier stimulieren wir Lymphknoten, die die Schlackstoffe, die wir mit der Durchblutung der Gesichtshaut gelöst haben, abtransportieren. Auch hier gilt: Danach eincremen mit einer möglichst reizstoffarmen Naturkosmetik-Creme.

Nicht geeignet ist das Trockenbürsten bei Ekzemen, Hautausschlag und Sonnenbrand oder nach einem chemischen Gesichtspeeling, Akne und sehr trockener, empfindlicher Haut. Personen mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder Rosazea sollten es generell nicht anwenden, ohne vorher den Arzt gefragt zu haben.

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Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen, von Jana Witschetzky, können die Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen – sie sind keine medizinischen Anweisungen. Die Informationen dienen der Vermittlung von Wissen und können die individuelle Betreuung bei einem Sprechstundenbesuch nicht ersetzen. Die Umsetzung der hier gegebenen Empfehlungen sollte deshalb immer mit einem qualifizierten Therapeuten abgesprochen werden. Das Befolgen der Empfehlungen erfolgt auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung.

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